Zementproduktion in Höver

Zement ist ein hydraulisches Bindemittel aus den Hauptrohstoffen Kalkstein und Ton bzw. deren natürlich vorkommendem Gemisch Kalkmergel. Mit Kies, Sand und Wasser wird der Zement zu Beton oder Mörtel verarbeitet, die zu festem Stein erhärten und vielseitig einsetzbar sind.

Das in Höver gewonnene Rohmaterial ist der Kalkmergel. Im Zementdrehofen wird der fein aufgemahlene Kalkmergel bis zum Schmelzpunkt erhitzt (Sinterung). Bei einer Temperatur von etwa 1.450°C bildet sich aus dem Mergel eine zähflüssige Masse. Abgekühlt entstehen daraus Körner mit einem maximalen Durchmesser von 30 Millimetern – der Zementklinker. Zur Zementherstellung wird der Klinker zu einem feinen Pulver aufgemahlen. Je feiner der Zement dabei wird, umso höher ist die im Mörtel oder Beton erzielte Festigkeit.

Das Lösen des Gesteins erfolgt durch Reißraupen. Anschließend wird das Gestein Hydraulikbaggern zugeführt und dann in mobile Brechanlagen mit einer Leistung von jeweils 500 Tonnen pro Stunde gefördert. Das Gestein wird hier auf eine maximale Korngröße von zehn Zentimetern gebrochen und anschließend über zwei parallele Förderbänder zur weiteren Verarbeitung ins Werk transportiert.

Im Werk Höver werden pro Woche bis zu 35.000 Tonnen Rohmaterial gewonnen. Im Jahr sind das bis zu 1,7 Millionen Tonnen hochwertiger Kalkmergel. Bisher wird das Rohmaterial bis zu einer Tiefe von 50 Metern abgebaut. Der Abbau erfolgt an bis zu drei Abbaustellen, die jeweils mit einem Hydraulikbagger, einem Vorbrecher und Bandanlagen ausgestattet sind. Zur nachhaltigen Sicherung der Zementherstellung am Standort Höver wurde bereits 1993 ein Projekt zur Erweiterung des Steinbruchs ins Leben gerufen.

Einen detaillierten Überblick über den komplexen Produktionsprozess erhalten Sie in unserer Broschüre „Zementproduktion in Höver“.