Pressemitteilung

Umweltexperten besuchen Zementwerk Lägerdorf

26. Juni 2014

Am 18. Juni besuchten Experten vom Umweltbundesamt, Ökopol und VDZ das Zementwerk Lägerdorf. Im Mittelpunkt des mehrstündigen Meinungsaustausches und der Werksführung zum Ofen 11 stand das Innovationsprojekt PREPOL SC, das am 10. Februar offiziell in Betrieb genommen wurde.

V.l.n.r: Kevin Töfge (Ökopol), Dr.-Ing. Martin Oerter (VDZ), Maja Bernicke (Umweltbundesamt), Christian Tebert (Ökopol), Burkhard Wolf und Torsten Krohn

Am 18. Juni besuchten Experten vom Umweltbundesamt, Ökopol und VDZ das Zementwerk Lägerdorf. Im Mittelpunkt des mehrstündigen Meinungsaustausches und der Werksführung zum Ofen 11 stand das Innovationsprojekt PREPOL SC, das am 10. Februar offiziell in Betrieb genommen wurde: Eine spezielle Brennkammer ermöglicht die Verbrennung grobstückiger, nicht flugfähiger Ersatzbrennstoffe im Ofenprozess und ist für Holcim ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Einsatz von 100 Prozent Ersatzbrennstoffen.

„Die Begeisterung und der hohe technische Sachverstand, mit dem die Neuerungen am Standort Lägerdorf realisiert werden, sind beeindruckend. Mit den bereits umgesetzten und den geplanten Maßnahmen stellt die Werksleitung sicher, dass Zement auch zukünftig umweltverträglich, schadlos und auf höchstem technischen Niveau produziert werden kann“, sagt Dr.-Ing. Martin Oerter, Geschäftsführer und Leiter Umweltmesstechnik vom Forschungsinstitut der Zementindustrie (FIZ). Das FIZ gehört zum Verein Deutscher Zementwerke (VDZ), einer international renommierten wissenschaftlichen Einrichtung, die für praxisnahe Forschung und ein umfassendes Dienstleistungsangebot rund um Zement und Beton steht. Seit mehr als 135 Jahren trägt der VDZ mit seiner Arbeit zu einer energie- und ressourceneffizienten Zementherstellung bei.

„Die PREPOL SC-Brennkammer ist innovativ und von daher mit Chancen und Risiken verbunden. Positiv sehe ich, dass die Emissionen sich durch den PREPOL-Betrieb nicht verschlechtert haben. Die Stickoxide sind sogar geringer geworden und es ist weniger Energie zur Aufbereitung der Abfälle notwendig. Geringer aufbereitete Abfälle benötigen auf der anderen Seite besonders zuverlässige Abfalllieferanten und gut geschultes Personal, damit das Risiko von Quecksilbereinträgen gering bleibt – denn das Zementwerk ist nicht wie eine Müllverbrennungsanlage zur Quecksilberminderung ausgelegt. Bezüglich der von mir befürchteten Brandrisiken bei Betriebsstörungen hat Holcim gezeigt, dass das Risiko durch Branderkennungs- und Löscheinrichtungen minimiert wurde“, erklärt Christian Tebert von Ökopol. Das Institut für Ökologie und Politik GmbH (kurz Ökopol) mit Sitz in Hamburg/Freiburg erarbeitet wissenschaftliche und politische Strategien zur ökologischen Zukunftsgestaltung der heutigen Industriegesellschaft.

„Uns wurden viele und offene Einblicke in das Zementwerk ermöglicht. Ich habe einen guten ersten Überblick über das PREPOL SC-Verfahren gewinnen können und wünsche Holcim beim Betrieb der Anlage viel Erfolg”, erklärt Maja Bernicke vom Umweltbundesamt (kurz UBA), Deutschlands zentraler Umweltbehörde. Im UBA arbeiten Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des Umweltschutzes, zum Beispiel aus der Biologie und Chemie, aber auch der Ökonomie sowie den Rechts- und Ingenieurwissenschaften. So können Umweltprobleme von allen Seiten beleuchtet und gute Lösungen entwickelt werden.

Morten Holpert, der bei der Holcim (Deutschland) AG als Technischer Direktor die Zementproduktion verantwortet und auch das Zementwerk Lägerdorf leitet, blickt zufrieden auf den Informationsaustausch zurück: „Umweltschutz hat bei uns eine hohe Priorität und wir setzen weiterhin auf den offenen, sachlichen Dialog und verantwortliches Handeln. Wir konnten den Besuchern zeigen, dass wir bei unserem Innovationsprojekt einen nachhaltigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Minderung von CO2-Emissionen leisten und wir mit dem Einsatz einer geeigneten Filtertechnologie auch die gesetzlichen Grenzwerte sicher einhalten."

 

Kontakt:
Holcim (Deutschland) AG
Dr. Jens Marquardt
Leiter Unternehmenskommunikation
040-36002-312
jens.marquardt@holcim.com