Media release on 1st quarter results 2010

04.05.2010
 

Holcim wächst weiter – höherer Umsatz und bessere operative Ergebnisse

 

  • Der Konzern verkaufte mehr Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton, erzielte einen höheren Nettoverkaufsertrag und bessere operative Margen

  • Deutliche Fortschritte wurden im Monat März auf der Volumenseite und bei den operativen Resultaten erzielt

  • Der Wachstumskurs in den aufstrebenden Märkten speziell in Asien setzte sich fort; allerdings dämpften der schneereiche Winter und die schwache Konjunktur die Bautätigkeit in Europa und Nordamerika

  • Das Konzernergebnis wurde von der starken Präsenz in den Emerging Markets, dem Ausbau in Australien und der rigorosen Sparpolitik gestützt

  • Die einmalige, nicht kassenwirksame Steuerbelastung im Rahmen der Bereinigung der Beteiligungsstruktur in Nordamerika schmälerte den Konzerngewinn

Die meisten Emerging Markets blieben auf Wachstumskurs
Im ersten Quartal 2010 herrschte auf den Baustoffmärkten der Welt ein uneinheitliches Bild. Während die meisten aufstrebenden Märkte weiter gewachsen sind, dämpften der schneereiche Winter und die schwache Konjunktur die Bautätigkeit in Europa und Nordamerika weiterhin.

(Detailinformationen zu den einzelnen Konzernregionen im Anschluss an den Ausblick)

Der Konzern ist auf operativer Stufe organisch gewachsen
Holcim hat gut gearbeitet und ist organisch gewachsen. Insbesondere im März wurden deutlich bessere Resultate als 2009 erwirtschaftet. Auch die Margen verbesserten sich. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Der Konzern profitierte von der starken Präsenz in Wachstumsmärkten und primär von der regen Baustoffnachfrage in Asien. Insbesondere in Indien, wo Holcim die meisten Kapazitätserweiterungen vornimmt, boomt der Markt.

Ein namhafter Beitrag stammte aus Australien. Seit dem 1. Oktober gehört die heutige Holcim Australia zu 100 Prozent zum Konzern, und Cement Australia wird seit diesem Stichtag ebenfalls voll konsolidiert. Holcim Australia ist bei den Zuschlagstoffen, beim Transportbeton und bei den Betonelementen einer der führenden Anbieter auf diesem Kontinent. Im ersten Quartal leistete Australien einen zusätzlichen betrieblichen EBITDA-Beitrag von CHF 37 Millionen.

Höhere Verkaufsvolumen
Der konsolidierte Zementabsatz stieg um 4,4 Prozent auf 31 Millionen Tonnen. Deutlich zugelegt haben die Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen. Sie stiegen um 17,5 Prozent auf 29,5 Millionen Tonnen respektive 9,2 Prozent auf 9,5 Millionen Kubikmeter. Die Volumensteigerungen sind in erster Linie Folge der Neukonsolidierung von Holcim Australia. Bei den Zuschlagstoffen haben auch andere Konzerngesellschaften zum Mengenwachstum beigetragen. Unter anderem sind dies Aggregate Industries UK und die Konzerngesellschaften in der Schweiz, in Kanada und Brasilien. Stark rückläufig waren die Zuschlagstoffverkäufe in Osteuropa. Beim Transportbeton haben fast die Hälfte der Konzerngesellschaften Absatzsteigerungen erzielt. Vor allem in Europa war das Betongeschäft aber rückläufig. Insgesamt konnte das Preisniveau mit wenigen Ausnahmen gehalten werden.

Bessere Betriebsergebnisse
Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag stieg vorwiegend akquisitionsbedingt um 4,8 Prozent auf CHF 4,7 Milliarden und der betriebliche EBITDA um 19,1 Prozent auf CHF 909 Millionen. Die dazugehörige Marge erhöhte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 19,2 Prozent. Verbesserungen erzielte Holcim in den Regionen Europa, Nordamerika und Afrika, Naher Osten. In der Konzernregion Asien, Ozeanien verringerte sich die durchschnittliche betriebliche EBITDA-Marge erwartungsgemäss, da Holcim Australia nicht im margenstarken Zementsegment tätig ist. Auf vergleichbarer Basis hat sie sich auch in dieser Region verbessert. Mit 12,7 Prozent war das interne betriebliche EBITDA-Wachstum des Konzerns beachtlich. Einen positiven Einfluss auf den Quartalsabschluss hatte das fortlaufende Sparprogramm. Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit war wie im Vorjahresquartal saisonal bedingt negativ und erreichte CHF -257 Millionen.

Der Konzerngewinn nahm um 66,2 Prozent auf CHF 66 Millionen ab, und beim Anteil der Aktionäre Holcim Ltd betrug der Rückgang 191,9 Prozent auf CHF -68 Millionen. Im tieferen Gewinn widerspiegelt sich in erster Linie die bereits angekündigte, einmalige und nicht kassenwirksame Steuerbelastung von CHF 182 Millionen im Zusammenhang mit der Bereinigung der Beteiligungsstruktur in Nordamerika. Ohne diese Bereinigung hätte der Konzerngewinn um 27,2 Prozent zugelegt.

Ausblick
Die Marktentwicklung bleibt in den Konzernregionen Europa und Nordamerika unsicher. Erst die kommenden Monate werden zeigen, ob die schwache Nachfrage im ersten Quartal 2010 mehr auf den harten Winter oder eher auf die konjunkturellen Umstände zurückzuführen ist. Holcim rechnet aber in Lateinamerika und in der Konzernregion Afrika, Naher Osten mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. Asien, Ozeanien wird auf Wachstumskurs bleiben.

In Asien, Lateinamerika und Russland wird Holcim noch in diesem Jahr Zement- und Mahlwerke mit einer Jahreskapazität von rund 8 Millionen Tonnen in Betrieb nehmen.

Der Konzern wird 2010 von den im Vorjahr realisierten Kostenvorteilen profitieren und die Wirtschaftlichkeit der Prozesse und die Wettbewerbskraft weiter stärken.

Detailinformationen zu den einzelnen Konzernregionen:

Strenger Winter und schwache Nachfrage in Europa
In weiten Teilen Europas war es bis Mitte März kalt und schneereich. Das beeinträchtigte die Bautätigkeit in vielen Märkten. Speziell in Grossbritannien, Süd- und Osteuropa einschliesslich Russland kam die schwache Baukonjunktur belastend hinzu.

Europa

Der Zuschlagstoffabsatz von Aggregate Industries UK übertraf trotz des schwachen Jahresauftakts das Vorjahresniveau. Hingegen gingen die Verkäufe von Transportbeton zurück.

Zugenommen haben die Zementverkäufe von Holcim in Frankreich; abgenommen haben sie jedoch in Belgien. Bei den Zuschlagstoffen gingen die Liefermengen zurück, der Transportbetonabsatz blieb stabil. Mit dem Erwerb eines Terminals bei Nantes hat Holcim die Marktpräsenz im Westen des Landes verstärkt. Bei Holcim Deutschland nahm der Versand in allen Segmenten ab. Ins Gewicht fiel der Mangel an neuen Bauvorhaben. Positiver entwickelte sich der Geschäftsgang bei der süddeutschen Schwestergesellschaft, und in der Schweiz herrschte eine unverändert solide Auftragslage im Bau. Die Lieferungen von Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton nahmen zu.

In Südeuropa blieb die Marktlage schwierig. Immerhin führten grosse Infrastrukturbauten im Grossraum Mailand zu höheren Transportbetonlieferungen. Holcim Spanien musste in allen Regionen und Produktgruppen weitere Volumeneinbussen hinnehmen. Im Rahmen einer neuen Partnerschaft wird in Zukunft die Mahlstation der Corporación Turia bei Valencia mit Klinker von Holcim Spanien beliefert.

In Ost- und Südosteuropa waren die Wintermonate von langen Frostperioden und einer grossen Zurückhaltung im Baubereich geprägt. Die Lieferausfälle konnten trotz besserer Nachfrage gegen Quartalsende nur bedingt kompensiert werden. Der Preisdruck hielt an. Im Segment Zement hat die Slowakei dank zweier Grossprojekte ein Mengenwachstum erzielt. Die anderen Konzerngesellschaften konnten nicht ans Vorjahresquartal anknüpfen; Bulgarien, Rumänien, Serbien und Kroatien erlitten die prozentual höchsten Mengeneinbussen. Obschon bedeutende Verkehrsprojekte realisiert werden, war der Volumenrückgang bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton ebenfalls markant.

Gedämpft war die Bautätigkeit in Russland. Immerhin wurde der Zementabsatz von Alpha Cement durch die moderate Bautätigkeit in Moskau etwas gestützt. Die Versandmengen lagen dennoch unter dem Vorjahresquartal. Deutlich besser war die Baustoffnachfrage in Aserbaidschan. Trotz Importdruck übertrafen die Zementlieferungen von Garadagh Cement das Vorjahresniveau.

Konsolidiert gingen die Zementverkäufe in Europa um 15,7 Prozent auf 4,3 Millionen Tonnen zurück. Die Zuschlagstofflieferungen nahmen um 3,1 Prozent auf 15,7 Millionen Tonnen ab, und der Absatz von Transportbeton verminderte sich um 16,2 Prozent auf 3,1 Millionen Kubikmeter. Die Asphaltlieferungen stiegen um 7,7 Prozent auf 1,4 Millionen Tonnen.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Europa nahm um 15,1 Prozent auf CHF 137 Millionen zu. Im konsolidierten Ergebnis sind CHF 65 Millionen aus dem Verkauf von CO 2-Emissionszertifikaten enthalten. Unter Ausklammerung dieses Zusatzertrags haben die europäischen Konzerngesellschaften insgesamt schlechter abgeschnitten als im Vorjahr. Die konsequent fortgeführten Sparprogramme wirkten sich positiv aus. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 14,3 Prozent.

Nordamerika - schwieriges Marktumfeld vor allem in den USA
Während die US-Bauwirtschaft keine nennenswerten Fortschritte machte, war die Lage in Kanada auch wetterbedingt besser. Hier lag der Zementverbrauch im ersten Quartal fast überall über dem Vorjahr - insbesondere in den für Holcim wichtigen Provinzen Ontario und Quebec.

Nordamerika

Bei Holcim US waren die Zementverkäufe in sämtlichen Verkaufsregionen schwach. Heftige Schneefälle im Nordosten und lang anhaltender Regen in Texas behinderten die Bautätigkeit.

Auch Aggregate Industries US war vom ungünstigen Bauwetter betroffen. Hinzu kam der generelle Mangel an privaten Bauprojekten, allen voran im kommerziellen Bereich. Dies schmälerte den Absatz von Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt.

Holcim Kanada verkaufte deutlich mehr Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton. Dank der Stimulusprogramme der kanadischen Regierung mehren sich die Anzeichen einer Erholung des Bausektors.

Der Zementversand der Konzernregion Nordamerika nahm um 5,6 Prozent auf 1,7 Millionen Tonnen ab. Die Lieferungen von Zuschlagstoffen gingen ebenfalls zurück, und zwar um 2,2 Prozent auf 4,4 Millionen Tonnen. Der Transportbetonabsatz stieg um 12,5 Prozent auf 0,9 Millionen Kubikmeter.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Nordamerika blieb mit CHF -29 Millionen im Minusbereich; verglichen mit dem ersten Quartal 2009 haben aber alle Konzerngesellschaften - vor allem wegen des besseren Geschäftsgangs im März - eine Resultatsverbesserung erzielt. Dazu beigetragen haben auch die Sparprogramme und die tieferen Produktionskosten des neuen Werks Ste. Genevieve. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 40,7 Prozent.

Unterschiedliche Nachfrageentwicklung in Lateinamerika
Die Bauwirtschaft Lateinamerikas entwickelte sich unterschiedlich. Während Mexiko und die zentralamerikanischen Staaten unter Druck standen, profitierten die meisten südamerikanischen Länder von einer soliden Konjunktur mit hohem Baustoffbedarf. Insbesondere in Brasilien hielt die steigende Nachfrage auf den Baumärkten an.

Lateinamerika

Holcim Apasco in Mexiko spürte die zurückhaltende Investitionsbereitschaft im privaten und öffentlichen Sektor. Viele Projekte liefen deshalb nur zögerlich an, und die Inlandzementverkäufe nahmen ab. Zudem gab es praktisch keine Exportmöglichkeiten. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton nahm der Versand jedoch zu. Die Arbeiten an der neuen Zementfabrik in Hermosillo gingen planmässig weiter. Das Werk mit einer Jahreskapazität von 1,6 Millionen Tonnen wird in der zweiten Jahreshälfte die Zementproduktion aufnehmen.

Die Bauwirtschaft von El Salvador wurde zusätzlich zur Krise vom erschwerten Kreditzugang belastet; das schränkte den Zementabsatz von Holcim El Salvador ein. Die Klinkerexporte ins benachbarte Ausland kamen zum Erliegen. Das Staudammprojekt Pirris ermöglichte Holcim Costa Rica, die Zementvolumen zu steigern. Allerdings fehlten der Bauwirtschaft nach den Präsidentschaftswahlen vom Februar die notwendigen Impulse.

Holcim Kolumbien konnte die Zementlieferungen in einem hart umkämpften Markt erhöhen. Der Zuschlagstoff- und Transportbetonabsatz ging allerdings zurück. Im Werk Nobsa kamen die Arbeiten zur Erweiterung der Zementmahlkapazität zügig voran. Holcim Ecuador verkaufte etwas weniger Zement als im Vorjahr. Projektverzögerungen im Strassenbau führten zu temporären Volumeneinbussen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton.

In Brasilien steigerte Holcim den Zement- und Zuschlagstoffversand deutlich. Hauptgrund war der höhere Baustoffbedarf im Infrastrukturbereich. Die Verkäufe von Transportbeton nahmen ebenfalls zu. Bei Minetti in Argentinien entwickelten sich die Zement- und Transportbetonlieferungen weiterhin positiv. In Chile wurde der Absatz von Cemento Polpaico durch das schwere Erdbeben mit grossen Schäden an der Transportinfrastruktur des Landes vorübergehend beeinträchtigt. Die Produktionsanlagen blieben weitgehend intakt, und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wohlauf. Die Konzerngesellschaft wird alles daran setzen, die Kunden und Märkte beim Wiederaufbau optimal zu bedienen.

Die Zementlieferungen der Konzernregion Lateinamerika blieben mit 5,5 Millionen Tonnen stabil. Der Absatz von Zuschlagstoffen verringerte sich um 3,4 Prozent auf 2,8 Millionen Tonnen. Beim Transportbeton konnte Holcim mit 2,4 Millionen Kubikmeter das Vorjahresniveau halten.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Lateinamerika nahm um 2 Prozent auf CHF 248 Millionen ab. Die besseren Ergebnisse aus Brasilien und Argentinien konnten den Resultatsrückgang in Mexiko und den zentralamerikanischen Märkten nahezu ausgleichen. Dank der Anstrengungen im Kostenbereich und einem mehrheitlich stabilen Preisniveau war die interne betriebliche EBITDA-Entwicklung mit -2,4 Prozent nur leicht negativ.

Das im Zusammenhang mit der Verstaatlichung von Holcim Venezuela eingeleitete Schiedsverfahren vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) in Washington D.C. ist weiterhin hängig.

Konzernregion Afrika, Naher Osten kann sich gut halten
Die von Holcim belieferten Märkte dieser Region konnten sich behaupten. Insbesondere in Marokko und im Libanon profitierte die Bauwirtschaft von einer lebhaften Investitionstätigkeit.

Afrika, Naher Osten

In Marokko führte der hohe Baustoffbedarf für Infrastrukturvorhaben und Wohnbauten zu einer ansprechenden Auslastung im Baugewerbe. Holcim verkaufte mehr Zement und steigerte den Zuschlagstoffabsatz, obschon der Gesamtmarkt stagnierte. Die Transportbetonlieferungen gingen zurück.

Im Libanon war die private Wohnbautätigkeit besonders intensiv, und Holcim Libanon verkaufte mehr Zement und Transportbeton. Wegen der hohen Inlandnachfrage verzichtete die Konzerngesellschaft weitgehend auf den Export von Zement.

Die von Holcim Trading geführte Ländergruppe Westafrika behauptete sich in einem wirtschaftlich und politisch anspruchsvollen Umfeld. Im Indischen Ozean verlief der Geschäftsgang der Konzerngesellschaften uneinheitlich. Auf Madagaskar erreichten die Verkaufsvolumen die Vorjahresmarke, und auf La Réunion waren sie wegen der schwachen Investitionstätigkeit rückläufig.

In der Konzernregion Afrika, Naher Osten waren der Zementversand mit 2,1 Millionen Tonnen und der Transportbetonabsatz mit 0,2 Millionen Kubikmeter stabil. Die Zuschlagstofflieferungen nahmen dank der zusätzlichen Produktionsvolumen in Marokko um 25 Prozent auf 0,5 Millionen Tonnen zu.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Afrika, Naher Osten stieg um 16,7 Prozent auf CHF 91 Millionen. Mit Ausnahme von Holcim Outre-Mer erzielten sämtliche Konzerngesellschaften bessere Resultate. Darin widerspiegeln sich eine stabile Preislage und die erfolgreiche Inbetriebnahme von zwei Mahlwerken in der Golfregion. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 28,2 Prozent.

Dynamische Bauwirtschaft in Asien, Ozeanien
Die Konzernregion Asien, Ozeanien startete mit Schwung ins neue Jahr. Nahezu alle Konzerngesellschaften haben die Lieferungen gesteigert. Insbesondere in Indien sorgten der forcierte Infrastrukturbau und der ländliche Wohnbau für einen höheren Baustoffbedarf. Auch in Vietnam, auf den Philippinen und in Indonesien blieb die Bauwirtschaft auf Wachstumskurs.

Asien, Ozeanien

In Indien musste ACC wegen Produktionsengpässen, eingeschränktem Bahntransport und Knappheit beim Hüttensand temporäre Einbussen beim Zementversand hinnehmen. Demgegenüber steigerte Ambuja Cements die Verkäufe im Inland markant. Im ersten Quartal 2010 gingen an drei Produktionsstandorten neue Zement- und Klinkermahlkapazitäten in Betrieb. Weitere Neukapazität wird im Jahresverlauf dazu kommen. Damit sind die indischen Gesellschaften bestens für das prognostizierte Marktwachstum gerüstet.

Der Zementversand von Holcim Lanka profitierte im Vorfeld der Wahlen von Regierungsinvestitionen und erzielte wie bei Holcim Bangladesch zweistellige Zuwachsraten. Auch in Malaysia und Thailand nahmen die Zementverkäufe zu. Siam City Cement konnte zudem mehr Zement ins benachbarte Ausland liefern. Holcim Vietnam setzte trotz neuer Mitbewerber höhere Zement- und Transportbetonmengen ab.

In Singapur erhöhte Holcim die Beteiligung an Jurong Cement, die im Stadtstaat im Transportbetongeschäft tätig ist, auf 88 Prozent.

Auf den Philippinen und in Indonesien steigerten die Konzerngesellschaften den Inlandabsatz markant und mussten die Klinker- und Zementexporte reduzieren. Während auf den Philippinen die staatlichen Infrastrukturinvestitionen vor den Wahlen stark waren, sorgte in Indonesien das regional günstige Wirtschaftsklima für einen höheren Baustoffbedarf.

Bei Cement Australia beeinträchtigten heftige Regenfälle vor allem in Queensland den Zementversand. Deshalb nahmen die Verkaufsmengen ab. Die Zuschlagstoff- und Transportbetonvolumen der seit Oktober 2009 voll konsolidierten Holcim Australia entwickelten sich erwartungsgemäss.

Die Zementlieferungen der Konzernregion Asien, Ozeanien stiegen um 8,3 Prozent auf 18,2 Millionen Tonnen. Fast alle Konzerngesellschaften trugen zu dieser Volumensteigerung bei. Voll konsolidiert wurden auch die Verkäufe von Cement Australia; im ersten Quartal 2009 waren sie nur zu 50 Prozent in die Konsolidierung eingeflossen. Die Zuschlagstoffverkäufe nahmen um 454,5 Prozent auf 6,1 Millionen Tonnen zu, und der Transportbetonabsatz stieg um 81,3 Prozent auf 2,9 Millionen Kubikmeter. Diese markanten Steigerungsraten erklären sich mit dem Erwerb von Holcim Australia per 1. Oktober 2009.

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Asien, Ozeanien nahm um 21 Prozent auf CHF 507 Millionen zu. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug 8,4 Prozent.

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Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand) einschliesslich weiterer Geschäftsaktivitäten wie Transportbeton und Asphalt inklusive Serviceleistungen. Der Konzern hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in rund 70 Ländern auf allen Kontinenten.
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