Media release on Annual Results 2012

27.02.2013
 

2012 steigerte Holcim den konsolidierten Nettoverkaufsertrag, den betrieblichen EBITDA und den Konzerngewinn trotz schwieriger Wirtschaftslage in Europa und Restrukturierungskosten. Die Holcim Leadership Journey ist im ganzen Konzern gut angelaufen und unterstützt die operative Leistung. Der Verwaltungsrat beantragt eine höhere Ausschüttung von CHF 1.15 pro Namenaktie. Für 2013 erwartet Holcim einen steigenden Absatz und ein signifikantes Wachstum beim betrieblichen EBITDA und Betriebsgewinn.

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Jahresabschluss 2012

  • Zementabsatz stieg um 2,5 Prozent trotz rückläufigem Europageschäft
  • Konsolidierter Nettoverkaufsertrag nahm um 3,9 Prozent zu
  • Holcim Leadership Journey (Beitrag auf Nettobasis CHF 158 Millionen) und Preiserhöhungen stützten operative Leistung
  • Auf vergleichbarer Basis und unter Ausklammerung der Restrukturierungskosten erhöhte Holcim den betrieblichen EBITDA um 6,4 Prozent und den Betriebsgewinn um 11,4 Prozent, was zu Margenverbesserungen um 0,4 Prozentpunkte beziehungsweise 0,7 Prozentpunkte führte
  • Steigerung des Konzerngewinns um 50,4 Prozent
  • Nettofinanzschulden nahmen um CHF 1,2 Milliarden auf CHF 10,4 Milliarden ab
  • Ausschüttung von CHF 1.15 (2011: 1.00) pro Namenaktie

Viertes Quartal 2012

  • Positive Mengenentwicklung beim Zement
  • Nettoverkaufsertrag legte zu
  • Adjustierter betrieblicher EBITDA und Betriebsgewinn nahmen zu

Ausblick 2013

  • Holcim erwartet eine bessere Nachfrage nach Zement
  • Holcim Leadership Journey wird weiter an Momentum gewinnen
  • Holcim rechnet mit signifikantem Wachstum beim betrieblichen EBITDA
    und Betriebsgewinn

Tabelle: Holcim-Konzern, Jan-Dez und Okt-Dez

Ökonomisch uneinheitliche Rahmenbedingungen
2012 kontrastierte die bessere Nachfrage nach Bauleistungen in den rasch wachsenden Märkten Asiens und Lateinamerikas sowie in Nordamerika mit dem schwachen Bedarf im schulden- und rezessionsgeplagten Europa.

Zementabsatz wächst weiter
Holcim setzte erneut mehr Zement ab. Konsolidiert wurden 148 Millionen Tonnen verkauft, was einer Zunahme von 2,5 Prozent entspricht. Das grösste Absatzwachstum erzielte Nordamerika, gefolgt von Asien und Lateinamerika. Liefereinbussen gab es jedoch in der von der Krise geplagten Konzernregion Europa und in der politisch instabilen Region Afrika, Naher Osten. Die Zuschlagstoffe, die vor allem in den reifen Märkten angeboten werden, fielen um 7,7 Prozent auf 159,7 Millionen Tonnen zurück, und beim Transportbeton erzielte Holcim trotz Steigerung in Nordamerika ein Minus von 3,1 Prozent auf 46,9 Millionen Tonnen.

Im vierten Quartal nahmen die Zementlieferungen um 1,1 Prozent auf 36,6 Millionen Tonnen zu. Die grösste Verkaufszunahme erzielte die Konzernregion Nordamerika, gefolgt von Lateinamerika und Asien, Ozeanien, obschon in Indien die Nachfrage nach dem Monsum nur langsam anstieg. Die Zuschlagstoffverkäufe blieben unter dem Vorjahresniveau und sanken um 7,6 Prozent auf 39,4 Millionen Tonnen. Beim Transportbeton nahmen die Lieferungen mit Ausnahme von Nordamerika in allen Konzernregionen ab, und zwar um 7,2 Prozent auf 11,3 Millionen Kubikmeter.

Restrukturierungen stärken den Konzern
Die wirtschaftliche Krise in Europa forderte das Management während des ganzen Geschäftsjahres. Um die notwendigen Anpassungen zügig und nahtlos durchziehen zu können, wurde die Region organisatorisch zusammengefasst. Neu führt ein Konzernleitungsmitglied mit drei Länderbereichsleitern die Region. Aus der Analyse der Aktivitäten und Perspektiven in den einzelnen Märkten und Segmenten ergaben sich Reduktions-, Straffungs- und Verbesserungspläne in mehreren Ländern. So kam es in Spanien zu substantiellen Kapazitätsanpassungen, und Holcim Deutschland reorganisierte das Transportbetongeschäft. In Belgien wurde die beabsichtigte Schliessung des Mahlwerkes Haccourt, in Frankreich – nach der bereits erfolgten Schliessung des Werkes Ebange – die beabsichtigte Umwandlung des Werkes Dannes und in Italien die beabsichtigte Umwandlung des Werkes Merone in Mahlstationen offiziell bekanntgegeben. Die Ankündigungen erfolgten immer im Rahmen von relevanten Konsultationsverfahren mit Behörden und Arbeitnehmervertretungen. Insgesamt will Holcim zur besseren Kapazitätsauslastung die Zementkapazität in dieser Konzernregion um etwa 10 Prozent reduzieren.

Aber auch ausserhalb Europas optimierte Holcim die Kapazitäten: Im Werk Yocsina von Holcim Argentinien wurde die Klinkerproduktion aufgegeben und in Australien, Brasilien und Mexiko auch das Zuschlagstoff- und Transportbetongeschäft angepasst.

Diese Strukturentscheidungen führten im vierten Quartal 2012 zu kassenwirksamen Aufwendungen von CHF 181 Millionen sowie Wertberichtigungen auf Aktiven von CHF 457 Millionen.

Höherer Umsatz und betrieblicher EBITDA, markant besserer Konzerngewinn und geringere Nettoverschuldung
Obschon der Volumenzuwachs gering war, steigerte Holcim den Nettoverkaufsertrag um 3,9 Prozent auf CHF 21,5 Milliarden und den betrieblichen EBITDA um 0,7 Prozent auf knapp CHF 4 Milliarden. Der Betriebsgewinn nahm um 6 Prozent auf CHF 1,8 Milliarden ab. Unter Ausklammerung der Restrukturierungskosten von CHF 239 Millionen auf Stufe des betrieblichen EBITDA und von CHF 736 Millionen auf Stufe des Betriebsgewinns erhöhten sich beide Werte auf vergleichbarer Basis um 6,4 Prozent auf CHF 4223 Millionen beziehungsweise um 11,4 Prozent auf CHF 2552 Millionen. Über die Holcim Leadership Journey hinaus erzielte Holcim auf vergleichbarer Basis ein Wachstum beim betrieblichen EBITDA und beim Betriebsgewinn. Diese Leistung belegt das hohe Kostenbewusstsein in Produktion, Vertrieb und Administration. Bemerkenswert ist aber auch, dass die Überwälzung diverser höherer Kosten auf die Preise möglich war. Die verschiedenen Teilprojekte der Holcim Leadership Journey, die ab Jahresmitte an Fahrt gewannen, steuerten zu den Verbesserungen auf Niveau des konsolidierten Betriebsgewinns dieses Geschäftsjahres auf Nettobasis CHF 158 Millionen bei. Die Restrukturierungskosten belasteten auch den Konzerngewinn. Dennoch legte er verglichen mit dem Vorjahr markant um 50,4 Prozent auf CHF 1 Milliarde zu. Der Konzerngewinn – Anteil Aktionäre Holcim Ltd – wurde auf CHF 622 Millionen gesteigert.

Im vierten Quartal stieg der adjustierte betriebliche EBITDA gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,6 Prozent auf CHF 1019 Millionen. Belastend waren die vorerwähnten Restrukturierungskosten, die zum grössten Teil in Europa anfielen. Positiv entwickelten sich Nord- und Lateinamerika sowie adjustiert auch Asien, Ozeanien. Afrika, Naher Osten verpasste das Niveau des Vorjahresquartals.

Holcim verfügt weiterhin über eine starke Bilanz und ein günstiges Verhältnis von Eigenkapital zu Schulden, wobei die Nettofinanzschulden des Konzerns um CHF 1,2 Milliarden oder 10,3 Prozent auf CHF 10,4 Milliarden sanken. Dazu trugen auch die Veräusserung der Minderheitsbeteiligung an Cementos Progreso in Guatemala und von knapp 10 Prozent des Aktienkapitals von Siam City Cement Company in Thailand bei. Holcim bleibt strategischer Partner von Siam City Cement Company.

Kapazitätserweiterungen in Wachstumsmärkten fortgeführt
In den aufstrebenden Märkten von Asien und Lateinamerika wuchs die Baustoffnachfrage weiter und wird es wohl auch in den kommenden Jahren tun. Holcim will an dieser dynamischen Entwicklung partizipieren und hat deshalb mehrere Zementwerkprojekte in Planung oder bereits in Ausführung.

In Indien entsteht bis Ende 2015 am ACC-Standort Jamul ein neues Klinkerwerk mit einer Jahreskapazität von 2,8 Millionen Tonnen; es wird durch mehrere Mahlwerke ergänzt. Auch in Sri Lanka und Bangladesch wird die Mahlkapazität erweitert. Ein strategisch wichtiger Markt ist auch Indonesien. Dort wird Ende 2013 auf Java ein Zementwerk mit einer Jahreskapazität von 1,6 Millionen Tonnen in Betrieb gehen. Um dem rapide steigenden Marktbedarf folgen zu können, wurde entschieden, am gleichen Standort in Tuban bis 2015 eine zweite, identische Ofenlinie zu bauen. In Lateinamerika konzentrieren sich die Ausbauten im Zementbereich auf Brasilien und Ecuador. Im brasilianischen Barroso wird Ende 2014 eine Werkserweiterung in Betrieb genommen. Sie erhöht die Zementkapazität aller Werke von Holcim Brasilien auf 7,6 Millionen Tonnen. In Ecuador betreffen die Kapazitätserweiterungen das Werk Guayaquil, wo die Produktionskapazität bis Ende 2015 um rund 1,5 Millionen Tonnen Klinker angehoben wird.

Ausschüttung
Holcim hat als Grundsatz festgelegt, einen Drittel des Konzerngewinns vom Anteil der Aktionäre Holcim Ltd an die Aktionäre auszuschütten. Für die Ausschüttung 2012 bleiben die den Konzerngewinn belastenden Wertberichtigungen 2012 unberücksichtigt, so dass der Generalversammlung vom 17. April 2013 pro Namenaktie eine Ausschüttung von CHF 1.15 (2011: 1.00) beantragt wird. Sie erfolgt aus den Kapitaleinlagereserven und unterliegt den entsprechenden steuergesetzlichen Bestimmungen der Schweiz.

Ausblick 2013
Holcim erwartet für 2013 steigende Zementverkäufe. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stellt das Erreichen des Vorjahresniveaus jedoch eine Herausforderung dar. Während in den Konzernregionen Asien, Ozeanien sowie in Nordamerika und Lateinamerika mit einem höheren Absatz gerechnet wird, ist Holcim bezüglich Europa und Afrika, Naher Osten etwas weniger positiv gestimmt.

Beim betrieblichen EBITDA und beim Betriebsgewinn gehen Verwaltungsrat und Konzernleitung von einer weiteren Margenverbesserung aus. Die Holcim Leadership Journey, die 2013 wie geplant in allen Massnahmenbereichen weiter an Momentum gewinnt, wird ebenfalls dazu beitragen. Unter ähnlichen Marktbedingungen darf für 2013 mit einem signifikanten organischen Wachstum auf Stufe des betrieblichen EBITDA und des Betriebsgewinns gerechnet werden.

Kennzahlen zu den Konzernregionen

Tabelle: Asien, Ozeanien, Jan-Dez und Okt-Dez

Tabelle: Lateinamerika, Jan-Dez und Okt-Dez

Tabelle: Europa, Jan-Dez und Okt-Dez

Tabelle: Nordamerika, Jan-Dez und Okt-Dez

Tabelle: Afrika, Naher Osten, Jan-Dez und Okt-Dez

Weitere Unterlagen wie den Geschäftsbericht 2012 mit detaillierten Informationen zu den Konzernregionen (S. 64-81) finden Sie auf www.holcim.com/results

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Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand) einschliesslich weiterer Geschäftsaktivitäten wie Transportbeton und Asphalt inklusive Serviceleistungen. Der Konzern hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in rund 70 Ländern auf allen Kontinenten.
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Corporate Communications: Tel. +41 58 858 87 10
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Medienkonferenz:
27. Februar 2013, 09.30 Uhr, Hagenholzstrasse 85, Zürich
Analystenpräsentation und Webcast:
27. Februar 2013, 12.00 Uhr, Hagenholzstrasse 85, Zürich
www.holcim.com/broadcast

Kennzahlen Holcim Konzern (PDF, 20 KB)