12. Holcim Bau-Forum "Systembauweisen im digitalen Zeitalter"

 

Sich mit Kunden und Partnern austauschen, neue Kontakte knüpfen und interessante Vorträge aus der Baubranche verfolgen - das alles stand im Mittelpunkt des 12. Holcim Bau-Forums am 27. November in Bielefeld. Über 130 Fachleute folgten der Einladung des Baustoffproduzenten Holcim und erlebten einen interessanten Nachmittag rund um das Motto “Systembauweisen im digitalen Zeitalter”.

Nach einem Grußwort von Holcim Commercial Director Alexander Winterling führte die Moderatorin und WDR-Journalistin Gisela Steinhauer das Publikum durch die spannende Vortragsreihe. Insgesamt sechs Redner aus verschiedensten Bereichen der Baubranche kamen hierfür in den Ravensberger Park nach Bielefeld.

Den Anfang machte Peter Haimerl mit seinem Vortrag zum Thema “Systeme für preiswerten Wohnbau”. Der Münchener Architekt und Stadtplaner zeigte anhand einiger Beispiele auf, wie durch den Einsatz von Betonfertigteilen in Systembauweise qualitativ hochwertige und energieeffiziente Bauwerke kostengünstig entstehen können. Dass man mit Beton nicht nur Energie sparen, sondern diese auch zwischenspeichern kann, zeigte dann Dr. Stephan Fromknecht von der Hochtief Engineering GmbH. Beim Forschungsprojekt StEnSea - Stored Energy in the Sea - werden massive Beton-Hohlkugeln im Meeresboden versenkt. Einströmendes Wasser treibt eine Turbine in der Kugel an, die Strom erzeugt. Mehrere Kugeln sollen später zu einem größeren Speicherwerk zusammengeschlossen werden. Erste Modellversuche im Maßstab 1:10 bestätigten das Konzept. Ein Nachfolgeversuch im Maßstab 1:3 ist bereits in Planung.

Jan-Hendrik Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter der Goldbeck GmbH, Deutschlands größtem inhabergeführten Bauunternehmen, sprach im Anschluss über die Herausforderungen der Baubranche im digitalen Zeitalter. Bis 2030 sieht er verschiedene Technologien auf dem Vormarsch, die das Planen und Bauen sowie die Instandhaltung eines Gebäudes nachhaltig verändern werden - wie zum Beispiel der 3-D-Druck, Virtual/Augmented Reality, 3D-Scanner oder digitales Planen und Bauen mit BIM. Das erfolgreiche Familienunternehmen Goldbeck wird in zweiter Generation geführt und beschäftigt europaweit mehr als 5.500 Mitarbeiter. Dr. Simon Wiedemann, Leiter globale Konzernfunktion Wohnbau bei der Holcim Konzernmutter LafargeHolcim, widmete sich danach wiederum dem Thema “energetisches Bauen”. In Anbetracht dessen, dass Bauwerke heutzutage fast 40% der energiebezogenen CO2-Emissionen verursachen, ist ein nachhaltiger Dämmschutz essentiell. Der von LafargeHolcim entwickelte mineralische Dämmstoff Airium ist hierbei eine innovative, sichere, nachhaltige und dauerhafte Alternative zu traditionellen Dämmungen.

Prof. Dr. Jörg Jungwirth von der Hochschule München stellte im Anschluss die Forschungsergebnisse der Fakultät Bauingenieurwesen zur Anwendung von Ultrahochleistungsfaserbeton (UHPFRC) vor. Der ultrahochfeste Beton, der bereits in verschiedenen öffentlichen Bauwerken in Frankreich zum Einsatz kommt, stellt dank seiner Eigenschaften eine wirtschaftliche, effiziente und praxistaugliche Lösung für Parkhäuser und Brücken dar. Den Abschluss der Vortragsreihe markierte Dr. Frank Neuberg vom Software-Unternehmen Autodesk GmbH. Er sprach über das Konzept “Connected BIM” - also die Verbindung des Building Information Modellings mit der Cloud - und stellte dabei spannende Forschungsprojekte aus dem digitalen Bauen vor, die Sensorik, Robotik und eine zentrale Datenverarbeitung zusammenbringen.

Bei einem abschließenden Stehdinner präsentierte Holcim sein neues Kundenmagazin “perspektiven”. Neben der Print-Ausgabe erhielten die Gäste die Möglichkeit, sich an Computer- und iPad-Terminals die Online-Version des Magazins anzuschauen.

perspektiven.holcim.de