3. Holcim Beton-Forum mit erfreulicher Resonanz

 

Veranstaltung am 6. November zum Thema Architektur und Sichtbeton

Hannover - Bereits zum dritten Mal hat Holcim am 6. November zum Beton-Forum eingeladen, das diesmal unter dem Motto "Architektur und Sichtbeton" stand. Über 250 Fachleute aus der Bauwirtschaft folgten der Einladung. Der Veranstaltungsort Sprengel Museum zeigte sich selbst als hervorragendes Beispiel für den Einsatz von Sichtbeton in der Architektur. Als Moderator führte wie im Vorjahr der Journalist Peter von Sassen vom NDR durch die Veranstaltung.

 

Den Einstieg in die Veranstaltung gab Leo Mittelholzer, Vorstandsvorsitzender der Holcim (Deutschland) AG. Nach seinem Grußwort und einem kurzen Ausblick warf er mehrere elementare Fragen auf, die im Mittelpunkt der weiteren Veranstaltung standen. Mit Reinhard Hübsch, Kulturredakteur beim SWR in Baden-Baden, ging der erste Referent auf die Thematik "Es kommt drauf an, was man draus macht - Zeitgenössische Baukunst aus Sichtbeton" ein. Angefangen bei den Fundamenten für zweckrationale Architektur bis hin zu spektakulären Gebäuden unserer Tage spielte Sichtbeton stets eine tragende Rolle.

Anschließend stellte der Schweizer Architekt und Bauingenieur Patrick Gartmann (Conzett, Bronzini, Gartmann AG, Chur) das Potenzial von Dämmbeton dar. Was mit einer Idee begann, wurde über Labor- und Feldversuche systematisch vorangebracht. Das Resultat konnte sich sehen lassen: Mit ihrem Einfamilienhaus, dessen Gebäudehülle komplett aus Wärmedämmbeton besteht, hatte sich die Bauherrenfamilie Gartmann in den Schweizer Alpen einen Lebenstraum erfüllt.

Dipl.-Ing. Ulrich Gremmelsbacher (KSP Engel und Zimmermann Architekten, Braunschweig) stellte das neue Dokumentations- und Informationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen in den Mittelpunkt des dritten Beitrages. Auch hier spielte der Baustoff Beton eine entscheidende Rolle, präsentierte sich jedoch angemessen zur Thematik in sachlich-zurückhaltender Form. Wo während des Zweiten Weltkriegs etwa 70.000 Menschen ums Leben kamen, steht heute ein imposantes Sichtbeton-Mahnmal. Für dessen Gestaltung erhielten die KSP Engel und Zimmermann Architekten den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur.

Die Präsentation von Beton als Alltagsbaumaterial und Surrogat von Einfachheit, Minimalismus und Purismus übernahm Prof. Dr. h. c. mult. Meinhard von Gerkan (gmp von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg). Was mit seinem Gewinn des europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerbes zur Planung des Flughafenausbaus Berlin-Tegel begann, setzte sich über eine fast beispiellose Karriere mit einer Vielzahl von Projekten im In- und Ausland bis hin zu aktuellen Bauvorhaben wie den FIFA WM-Stadien in Kapstadt fort. Auch bei all diesen Projekten spielt der Baustoff Sichtbeton eine zentrale Rolle.

Ausführungen zur Rolle von Sichtbeton in Forschung und Praxis bildeten den Abschluss der Fachvorträge. Dr.-Ing. Jens-Uwe Pott (BetonMarketing Nord, Hannover) gab einen Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten mit Sichtbeton und erläuterte die wichtigsten technischen und technologischen Aspekte des Baustoffes. Er verschwieg jedoch nicht die Risiken und Probleme bei nicht fachgerechter Planung, Leistungsbeschreibung und Bauausführung.

 

Nach Abschluss der Fachbeiträge wurde der Blick bereits auf die nächste Veranstaltung gerichtet: Am 9. November 2009 wird das 4. Holcim Beton-Forum in den Media Docks in Lübeck zum Thema "Ökologie und Beton" stattfinden.

Kurz vor Ende des 3. Holcim Beton-Forums stand noch einmal der Veranstaltungsort im Fokus. Nach dem Schlusswort des Hausherren Prof. Dr. Ulrich Krempel mit einem Exkurs über Geschichte und Architektur des Sprengel Museum hatten die Gäste Gelegenheit, bei einem Rundgang nachhaltige Eindrücke vom Bauwerk und von der Ausstellung zu sammeln.

Dr. Mathias Höppner, Leiter des Technical Marketing, nutzte den Rahmen des 3. Holcim Beton-Forums, um den Teilnehmern mit der Sichtbeton-Systemlösung Holcim Chamäleon und dem Stahlfaserbeton Holcim Steelpact® die neuesten Produktentwicklungen zu präsentieren.