Win-Win: Lüneburger Studierende digitalisieren bei Holcim

16 Juli 2020
 

Im zweiten Jahr in Folge haben Studierende der Leuphana Universität Lüneburg im Sommersemester 2020 zwei praxisnahe Digital-Business-Projekte für den Baustoffproduzenten Holcim bearbeitet. Die Projekte wurden in diesem Jahr - passend zum Thema, tatsächlich aber coronabedingt - rein digital umgesetzt. Auftaktveranstaltung, Abstimmung und Abschlusspräsentation erfolgten als Videokonferenzen - worunter die Ergebnisse jedoch in keiner Weise litten.

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Copyright Leuphana, Jannis Muser

Auf den ersten Blick erschienen die Themenfelder wenig aufregend: Eine Lösung für die Beladung von Lkw in einem Holcim Kieswerk in Schleswig-Holstein und die Bewertung von Verwertungsanfragen beim Holcim Tochterunternehmen Geocycle. Umso bemerkenswerter war es, was die Studierenden aus diesen Projekten machten und mit welcher Begeisterung sie sich in die Details einarbeiteten. Der Modus sah vor, dass jeweils zwei Teams von Studierenden verschiedener Fachrichtungen am gleichen Projekt arbeiteten und diese abschließend vor den anderen Teams sowie zahlreichen Holcim Mitarbeitern, angeführt von CEO Thorsten Hahn, präsentierten.

Neben den beachtlichen Resultaten und einer beeindruckenden Wissenstiefe nach nur drei Monaten Auseinandersetzung mit den Themen überzeugten die Studierenden auch mit ihren Präsentationstechniken. “Ich bin begeistert, mit welcher Professionalität die Studierenden die Themen angegangen sind und die Ergebnisse präsentiert haben”, sagte Thorsten Hahn beim Feedback an die Gruppen. Eine Einschätzung, der sich die anderen Teilnehmer nur anschließen konnten. So zeigte sich auch der das Projekt betreuende Professor Mathias Groß (Wirtschaftsinformatik, Schwerpunkte E-Business und Wissensmanagement) sehr zufrieden: “Mein Dank geht an die gesamte Holcim Mannschaft für die fantastische Zusammenarbeit in den vergangenen drei Monaten.”

Bereits im Vorjahr wurden einzelne Elemente der studentischen Lösungen bei Holcim adaptiert - und damit ist auch in diesem Jahr zu rechnen. Das Projekt beweist, wie sehr alle Seiten von solchen Kooperationen profitieren: Holcim bekommt frische Ideen und ganz neue Herangehensweisen an Problemstellungen präsentiert. Und die Studierenden können ihre theoretischen Fähigkeiten in der Praxis umsetzen - und sie lernen, dass auch Themen, die erstmal etwas langweilig erscheinen, richtig spannend sein können. Die Beteiligten bei der Universität und bei Holcim sind sich jetzt schon einig, die Kooperation auch 2021 fortzusetzen.