Rohstoffsicherung Kieswerk Tarbek

Stand März 2020

 

Was ist geplant?

Seit dem Jahr 1998 werden im Kieswerk Tarbek Kiessande für die regionale Bauwirtschaft gewonnen. Die Vorräte in diesem Abbaufeld werden gegen Mitte 2021 erschöpft sein.

Um die Versorgung regionaler Bauvorhaben mit heimischen Rohstoffen auch zukünftig zu gewährleisten, plant Holcim die Rohstoffgewinnung auf einer südlich des aktuellen Standortes gelegenen Fläche. Diese wird im aktuellen Regionalplan als Fläche mit besonderer Bedeutung für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe ausgewiesen. 

Die Vorhabensfläche besitzt eine Größe von etwa 36 ha. Die durch Erkundungsarbeiten nachgewiesenen Rohstoffmächtigkeiten sowie -qualitäten entsprechen dabei denen des derzeitigen Vorkommens. Die Rohstoffaufbereitung soll zukünftig in der bereits bestehenden Wasch- und Klassieranlage des Kieswerkes erfolgen. Damit wird die vorhandene Infrastruktur zum Abtransport des Materials weiter genutzt.

Kieswerk Tarbek Rohstoffsicherung Luftaufnahme

 

 

Was ist in den vergangenen Jahren passiert?

Um die gesteckten Rekultivierungsziele zu erreichen, wurden ab Mitte 2018 zwei der geplanten vier Hofkoppeln an der nördlichen Grenze des Standortes angelegt. Die Arbeiten wurden im Herbst 2019 - einschließlich den erforderlichen Knickpflanzungen zur Unterteilung der Koppelflächen - abgeschlossen.

Im Dezember 2019 wurde durch den Landkreis Segeberg die Planfeststellungs-Genehmigung für die ca. 8 ha große Erweiterungsfläche-Nord erteilt. Das Verfahren hierfür, welches im Frühjahr 2018 eröffnet wurde, zeigte, wie groß das öffentliche Interesse an der Standortentwicklung ist und führte damit auch zu positiven Aspekten im Rahmen von Kommunikation und Zusammenarbeit.

Kieswerk Tarbek Rohstoffsicherung
Foto: Fertige Hofkoppeln mit Knickbepflanzung
 
 

Wie geht es in der nächsten Zeit weiter?

Die Fertigstellung der Antragsunterlagen „Tarbek-Süd“ ist für das erste Quartal 2020 geplant. Die Verfahrenseröffnung soll dann im zweiten Quartal 2020 erfolgen.

Für die infrastrukturelle Anbindung der Erweiterungsfläche Tarbek-Nord laufen aktuell die Vorbereitungsarbeiten. Dabei soll die erforderliche Querung der L69 - bestehend aus einem Förderbandtunnel und einer ebenerdigen Straßenquerung - vorzugsweise im Sommer, spätestens jedoch im Herbst diesen Jahres umgesetzt werden. Die Durchführung der Arbeiten, die eine 6-wöchige Vollsperrung der Landesstraße erfordern, ist dabei u.a. abhängig von weiteren im Umfeld geplanten Straßenbaumaßnahmen und den hierfür erforderlichen Umleitungsstrecken.

Der Abschluss der Erschließungs- und Anbindungsarbeiten der nördlichen Erweiterungsfläche ist bis Anfang 2021 erforderlich, um einen nahtlosen Übergang in das neue Abbaufeld unter Erhalt der Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Im Rahmen der Rekultivierungsarbeiten erfolgt derzeit der Rückbau des Schutzwalls aus Mutterboden am nordöstlichen Rand des Standortes. Weiterhin werden Flächen, welche sich in tiefer gelegenen Bereichen des Kieswerkes befinden, als Standorte für Magerrasenkulturen umgestaltet.

 
 

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