Rohstoffsicherung Kieswerk Uetze

Stand Januar 2020

 

Was ist geplant?
Im Kieswerk Uetze erfolgt seit dem Jahr 2004 die Gewinnung und Aufbereitung von Kiessand für die regionale Bauwirtschaft. Um die Versorgung regionaler Bauvorhaben mit heimischen Rohstoffen auch weiter zu sichern, will Holcim auch am Standort Uetze die in den Regionalplänen ausgewiesenen Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung optimal und vollumfänglich auskiesen. So werden im Rahmen des Abbaus die Eingriffe in Natur und Landschaft minimiert.

Zur Umsetzung dieses Ziels soll die seit über 15 Jahren bestehende Genehmigung des Kieswerks Uetze geändert sowie teilweise erweitert werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Abbauänderung im Teilfeld B, da hier die größten Rohstoffmächtigkeiten (bis zu 18 m hochwertiger Kiessand) auftreten. Im Rahmen der Erweiterung ist die Entfernung einer Eichenreihe notwendig, welche jedoch im Rahmen der Kompensation bereits vorab neu angelegt wird. Weiterhin soll ein neues Abbaufeld (D2) in die Genehmigung mit aufgenommen werden, um die Rohstoffversorgung für die kommenden 20 Jahre zu sichern. Die heute bestehende Infrastruktur wird für die Aufbereitung sowie den Abtransport des Materials unverändert weiter genutzt.

 

 


Was ist in den vergangenen Jahren passiert?
Nach mehreren Abstimmungsgesprächen mit der zuständigen Genehmigungsbehörde erfolgte im Mai 2019 die Einreichung der Antragsunterlagen. Damit wurde das notwendige Planfeststellungsverfahren gemäß § 68 WHG eröffnet.

Die Erarbeitung der neuen Antragsunterlagen erfolgte auf Basis der bereits existierenden Genehmigung: Die bereits heute schon genehmigten Abbaufelder werden flächenmäßig nicht erweitert. Sie bleiben in ihrer genehmigten Konfiguration gleich und der Kiesabbau rückt nicht näher an die Gemeinde Uetze heran. Ebenso verhält es sich mit der genehmigten Abbautiefe. Bereits heute könnten die im Teilfeld B anstehenden Rohstoffmächtigkeiten abgebaut werden, wenn diese nicht durch die Baumreihe blockiert wären.

Hinsichtlich der Eingriffs-/Ausgleichsbilanz wurde das Vorhaben in seiner Gesamtheit betrachtet und bewertet. Die daraus resultierenden Kompensationsmaßnahmen, welche im Landschaftspflegerischen Begleitplan zum Vorhaben dargestellt sind, sorgen insgesamt für eine Überkompensation des vorgesehenen Eingriffs. Bestandteil dieser Maßnahmen ist auch die Kompensation der zu entfernenden Eichenreiche im Teilfeld B.

Eine vorab durchzuführende Neuanpflanzung der Eichenreihe im Norden des Abbaufeldes E - mit qualitativ hochwertigem Pflanzgut - wurde mit der Gemeinde und Genehmigungsbehörde im Jahr 2019 abgestimmt und von Holcim noch im Dezember 2019 durchgeführt. Die Neuanpflanzung kompensiert vollständig den Verlust der aktuellen Eichenreihe.


Wie geht es in der kommenden Zeit weiter?
Aktuell werden die im Rahmen des Antragsverfahrens eingegangenen Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange sowie Privatpersonen bearbeitet. Im Anschluss findet ein Erörterungstermin bei der Region Hannover statt. Dieser ist spätestens zum Ende des ersten Quartals 2020 geplant. Mit einer Genehmigung könnte anschließend im Laufe des Jahres 2020 gerechnet werden.

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