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Schleuse brunsbüttel

 

Neubau der 5. Schleusenkammer

Der Neubau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel ist das derzeit größte Wasserbauprojekt Deutschlands. Das Bauwerk bildet eine wichtige Voraussetzung, um die Zukunftsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) zu sichern. Nach der Inbetriebnahme Ende 2026 wird es die anschließende Grundinstandsetzung der über hundert Jahre alten Bestandsschleusen (große Nord- und Südkammer) ermöglichen.

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Quelle: WNA NOK

Anwendungsgebiet: Stadtentwicklung

Nutzung: Neubau einer Schleuse

Bauunternehmer: (ARGE) Wayss & Freytag Ingenieurbau AG (Hamburg), BAM Civiel bv (Gouda, Niederlande)

Spezialtiefbau: PORR Spezialtiefbau GmbH

Planungsbüros: Fichtner Water & Transportation, WTM Engineers GmbH, IRS Ingenieurbüro Rapsch und Schubert

Produkte: ECO Planet A3 LH/NA, Duo 4 N-LH/NA, ECO Plant B4, Pur 4 N-NA

Projektdauer: ca. 12 Jahre, 

Schleusenkammer-Gründung

Komplexe Bauweise Elbe

Aufgrund der Lage im Tideeinflussbereich der Elbe und der vorhandenen mächtigen Kleischichten war eine technisch anspruchsvolle und komplexe Gründung erforderlich. Die Schleusenkammerwände wurden als rückverankerte Spundwandkonstruktion mit einer oben liegenden Abschirmplatte sowie einer kammerseitigen Vorsatzschale ausgeführt. Die Schleusenhäupter entstehen als massive Stahlbetonkonstruktionen.

Eckpunkte des Projekts

Die neue 5. Schleusenkammer entsteht auf der sogenannten Schleuseninsel, also zwischen den bereits bestehenden großen und kleinen Schleusenkammern. Die Anlage erhält eine Nutzlänge von 330 Metern sowie eine Nutzbreite von 42 Metern. Die Gesamtlänge beträgt 360 Meter bei einer Gesamtbreite von 45 Metern.

330
m.

Nutzlänge

360
m

Gesamtlänge

45
m

Gesamtbreite

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„Gerade bei einem derart komplexen, wichtigen und logistisch anspruchsvollen Wasserbauprojekt wie der Schleuse Brunsbüttel zeigt sich, wie entscheidend eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und die richtigen, innovativen Baustoffe sind. Holcim ist stolz, hier als beratender Baustoff-Partner fungieren zu dürfen” 

Uwe Stingl | Leiter Objektgeschäft Zement und Spezialbindemittel bei Holcim Deutschland

Bauverfahren & Logistik

Zum Schutz der benachbarten Bestandsschleusen kamen bei den Gründungsarbeiten – insbesondere bei der Herstellung der Auftriebspfähle – erschütterungsarme Bauverfahren zum Einsatz. Hierzu zählte vor allem das Düsenstrahlverfahren (DSV), um Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs und der vorhandenen Bauwerke zu minimieren.

Auch logistisch stellt das Projekt höchste Anforderungen: Die Andienung der Baustelle sowie der Abtransport großer Bodenmengen von rund 1,7 Millionen Kubikmetern erfolgen nahezu ausschließlich über den Wasserweg. Gleichzeitig muss der reguläre Schleusenbetrieb während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden.

Im Bereich des Stahlwasserbaus kommen Schiebetore als Verschlussorgane zum Einsatz. Deren grundlegende Abmessungen wurden so gewählt, dass sie künftig mit den bestehenden großen Schleusenkammern austauschbar sind, sobald diese grundinstandgesetzt werden.

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Quelle: WNA NOK

Aktueller Baufortschritt

Im Winter 2025/2026 befindet sich der Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel ein gutes Jahr vor der geplanten Verkehrsfreigabe auf der Zielgeraden. Die Inbetriebnahme für den Schiffsverkehr ist weiterhin für Ende 2026 vorgesehen. Ein wichtiger Meilenstein wurde Mitte Dezember 2025 erreicht: Das erste der neuen Schiebetore wurde im Binnenhaupt der Schleuse erfolgreich eingebaut.

Für das Projekt von Holcim gelieferte Produkte

Ansprechpartner

Dimitri Stroh
Vertrieb und Produktmanagement 

Mobil: 0160 58 28 850
E-Mail: dietrich.stroh@holcim.com

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