Flüssigkeitsdichter Beton (FD-Beton)
erhöhte Anforderungen an Dichtigkeit, Festigkeit und chemische Beständigkeit
FD-Beton (flüssigkeitsdichter Beton) ist ein Spezialbeton mit besonders dichtem Gefüge, der das Eindringen von wassergefährdenden Flüssigkeiten zuverlässig verhindert. Er wird nach DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 hergestellt und erfüllt erhöhte Anforderungen an Dichtigkeit, Festigkeit und chemische Beständigkeit. Durch einen niedrigen Wasserzementwert und die Verwendung hochwertiger Zemente entsteht ein porenarmes Material, das Bauwerke dauerhaft vor Wasser und schädlichen Flüssigkeiten schützt.
Wo kommt FD-Beton zum Einsatz?
FD-Beton wird überall dort eingesetzt, wo Bauteile dauerhaft gegen das Eindringen von Flüssigkeiten geschützt werden müssen – insbesondere im Industrie-, Wasser- und Infrastrukturbau. Typische Anwendungsfelder sind:
Auffangwannen und Dichtflächen nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
- Klär- und Abwasseranlagen mit dauerhafter Feuchte- oder Chemikalienbelastung
- Tanklager und Waschplätze, an denen wassergefährdende Stoffe auftreten
- Bodenplatten und Sohlen in Produktions- und Recyclingbetrieben
- Tunnel- und Behälterbauwerke unter drückendem Wasser
- Dichtbauwerke im Wasserbau, etwa Staumauern oder Kanäle
Anforderungen und Eigenschaften von FD- und FDE-Beton
FD-Beton erfüllt hohe Anforderungen an Dichtigkeit, Festigkeit und Dauerhaftigkeit. Er wird mit einem Wasserzementwert ≤ 0,50 hergestellt, darf nicht bluten und muss entmischungsstabil sein. Verwendet werden Zemente nach DIN EN 197-1 – etwa CEM I, CEM II oder CEM III/A – kombiniert mit dicht abgestuften Gesteinskörnungen und Zusatzstoffen wie Silikastaub oder Flugasche, um eine möglichst geringe Porosität zu erreichen.
Rechtliche Grundlage für den Einsatz solcher Betone sind das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). Nach § 18 Abs. 2 AwSV müssen Rückhalteeinrichtungen dauerhaft flüssigkeitsundurchlässig sein, um Boden und Gewässer zuverlässig zu schützen. FD- und FDE-Betone erfüllen diese Anforderungen gemäß der DAfStb-Richtlinie „Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“.
FDE-Beton ist eine nach Eindringprüfung geprüfte Variante des flüssigkeitsdichten Betons. Er darf verwendet werden, wenn die gemessene Eindringtiefe der spezifizierten Referenzflüssigkeiten nicht größer ist als bei FD-Beton. Dadurch eignet sich dieser Betontyp insbesondere für Bauwerke mit Kontakt zu aggressiven Medien oder Chemikalien, etwa in Tanklagern, Waschplätzen oder LAU-/HBV-Anlagen.
Die Qualität und Dichtigkeit werden durch werkseigene Produktionskontrollen (WPK) und unabhängige Prüfstellen regelmäßig überwacht. Restwasser darf nur verwendet werden, wenn es die Anforderungen der DIN EN 1008 erfüllt und der Wasserzementwert eingehalten bleibt.
FD-Beton von Holcim
Holcim bietet ein umfassendes Portfolio an flüssigkeitsdichten Betonen, die die Anforderungen der DAfStb-Richtlinie „Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ erfüllen. Durch optimierte Rezepturen und geprüfte Zemente gewährleistet Holcim höchste Dichtigkeit und Beständigkeit – von FD-Beton für Auffangwannen bis hin zu chemikalienresistenten FDE-Betonen für Tanklager.
Bauherren und Planer profitieren von:
- Normgerechter Qualität nach DIN EN 206-1 und DIN 1045-2
- Langlebigkeit und chemischer Beständigkeit durch dichtes Gefüge
- Individuellen Lösungen für spezifische Bauwerksanforderungen
- FD-Betone können auch als CO2-optimierte ECOPact-Betone geliefert werden.
Holcim unterstützt Sie bei der Auswahl geeigneter FD- oder FDE-Betone und bietet maßgeschneiderte Lösungen für WHG-Bauwerke, Industrieanlagen und Infrastrukturprojekte.
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FAQ
Häufige Fragen zu FD-Beton
FD-Beton ist flüssigkeitsdicht nach Norm, FDE-Beton weist seine Dichtigkeit zusätzlich durch Prüfungen nach, etwa für den Einsatz mit Chemikalien in Tank- oder Industrieanlagen.
Je nach Einsatzbereich kommen Kombinationen aus XC, XD, XF und XA zum Tragen, um Belastungen durch Feuchte, Frost oder chemische Einwirkungen sicher abzudecken.
Bewährt haben sich hochwertige Zemente wie CEM I 42,5 R, CEM III/A 42,5 N-LH/SR oder CEM II/B-S 32,5 R, die hohe Festigkeit und chemische Widerstandsfähigkeit gewährleisten.




