Wasserundurchlässiger Beton (WU-Beton)

schützt Bauwerke dauerhaft vor dem Eindringen von Feuchtigkeit

WU-Beton ist ein wasserundurchlässiger Beton, der ohne zusätzliche Abdichtung den Durchtritt von Wasser verhindert – ideal für Keller, Tiefgaragen und Weiße Wannen. Dank seiner dichten Gefügestruktur und speziellen WU-Beton-Zusammensetzung übernimmt er selbst die Abdichtungsfunktion und schützt Bauwerke dauerhaft vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und Grundwasser.

Blick auf Architektur Gebäude an einem Hafen im Vordergrund einer Stadt.

Wo kommt WU-Beton zum Einsatz?

WU-Beton wird eingesetzt, wenn Bauteile dauerhaft Feuchtigkeit oder drückendem Wasser ausgesetzt sind. Typische Anwendungen sind:

  • WU-Bodenplatten und Fundamente bei Grundwasser oder aufstauendem Sickerwasser
  • Kellerwände und Tiefgaragen mit hoher Feuchtebeanspruchung
  • Weiße Wannen als wasserundurchlässige Gebäudehülle
  • Becken, Schächte und Kläranlagen im Wasser- und Infrastrukturbau
  • Decken und Dächer aus Beton (WU-Dächer)

Zur Einordnung werden nach WU-Richtlinie Beanspruchungsklassen 1 (Wasser) und 2 (Feuchte) sowie Nutzungsklassen A (trocken) und B (feucht) unterschieden. Diese geben an, welchen Wasser- und Feuchtebedingungen das Bauwerk ausgesetzt ist und welche Nutzung vorgesehen ist.
Damit eignet sich WU-Beton überall dort, wo Tragfähigkeit und Wasserundurchlässigkeit in einem Material gefragt sind.

Anforderungen und Eigenschaften von WU-Beton

WU-Beton wird nach der DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (2017) sowie den Normen DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 hergestellt.


Zentrale Anforderungen:

  • Wasserzementwert ≤ 0,55 für ein dichtes Gefüge
  • Festigkeitsklasse ab C30/37, meist mit Konsistenz F3
  • Dicht abgestufte Gesteinskörnung (Dmax ≤ 16 mm)
  • Rissbreitenbegrenzung ≤ 0,2 mm


Die WU-Beton-Mindestdicken sind abhängig von Wasserdruck und Bauteilbeanspruchung und sind der DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (2017) zu entnehmen.

WU-Beton übernimmt sowohl tragende als auch abdichtende Funktionen. Die Dichtheit wird durch ein Zusammenspiel aus Betonrezeptur, Bauteildicke, Bewehrung und Fugenabdichtung erzielt – nicht durch Beschichtungen. Richtig geplant und verdichtet, bietet WU-Beton dauerhaften Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, senkt den Instandhaltungsaufwand und erhöht die Wirtschaftlichkeit wasserbeanspruchter Bauwerke.

Für eine sichere Ausführung sind dichte Fugen und eine sorgfältige Planung der Betonierabschnitte entscheidend. Leichtverdichtbare Betone erleichtern die Herstellung dichter Anschlüsse in Wand-Sohl-Übergängen.
Beton für WU-Bauwerke unterliegt automatisch der Überwachungsklasse 2 (ÜK 2). 

WU-Beton von Holcim

Holcim bietet leistungsfähige WU-Betone für wasserundurchlässige Bauwerke nach aktueller WU-Richtlinie. Die Betone erfüllen alle Anforderungen an Dichtheit, Risssicherheit und Dauerhaftigkeit und eignen sich für Ortbeton- wie auch Fertigteilkonstruktionen.

Bauherren und Planer profitieren von:

  • Geprüfter Qualität nach DIN EN 206-1 und DAfStb-WU-Richtlinie
  • Technischer Unterstützung bei Planung und Bemessung von Weißen Wannen
  • Praxisnaher Beratung zu Rezeptur, Fugenabdichtung und Betontechnologie
  • WU-Betone können auch als CO2-optimierte ECOPact-Betone geliefert werden.

Holcim begleitet Projekte von der Betonentwicklung bis zur Ausführung, um eine gleichbleibend hohe Dichtheit und Qualität sicherzustellen.

Mehr Informationen

FAQ

Wie wird WU-Beton wasserundurchlässig?

Durch niedrigen Wasserzementwert, dichte Kornabstufung und begrenzte Rissbreiten nach WU-Richtlinie.
 

Was ist eine Bodenplatte aus WU-Beton?

Eine WU-Bodenplatte trägt das Bauwerk und schützt es gleichzeitig vor aufsteigendem Wasser – ideal bei Grundwassereinfluss.

Welche Vorteile bietet WU-Beton in der Praxis?

Er kombiniert Tragfähigkeit und Abdichtung in einem Material und sorgt für dauerhaft trockene, wartungsarme Bauwerke.