Estriche

 

Estriche sind Mörtelschichten, die auf der Baustelle mit oder ohne Verbund direkt auf einem tragfähigen Untergrund, oder auf einer Trenn- oder Dämmschicht verlegt werden. Estriche erfüllen eine oder mehrere der nachstehenden Funktionen:

  • Eine vorgegebene Höhenlage zu erreichen
  • Einen Bodenbelag aufzunehmen
  • Unmittelbar genutzt zu werden

 

Der deutsche Begriff Estrich bezeichnet sowohl den frischen Estrichmörtel, als auch das fertige Bauteil.

Es gelten die europäischen Normen DIN EN 13318, DIN EN 13813, DIN EN 13892 (Teil 1 bis 8) und die deutschen Anwendungsregeln der DIN 18560 (Teil 1 bis 4 und 7) und DIN 18353.

Die DIN EN 13813 unterscheidet abhängig von der Art des Bindemittels zwischen: 

  • Zementestrich (CT), 
  • Calciumsulfatestrich (CA), 
  • Magnesiaestrich (MA),
  • Gussasphaltestrich (AS) und 
  • Kunstharzestrich (SR).

 

Die DIN 18560 differenziert Estriche nach ihrer Anwendung in:

  • Estriche und Heizestriche auf Dämmschicht (schwimmende Estriche), 
  • Verbundestriche,
  • Estriche auf Trennschichten, 
  • hochbeanspruchte Estriche (Industrieestriche).

 

Die verschiedenen Estricharten unterscheiden sich in den folgenden Eigenschaften, die spezifisch auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden müssen: 

  • Druckfestigkeit
  • Biegezugfestigkeit 
  • Verschleißwiderstand (nach Böhme oder BCA)
  • Verschleißwiderstand gegen Rollbeanspruchung
  • Oberflächenhärte
  • Widerstandsklassen gegen Rollbeanspruchung
  • Biegezug-Elastizitätsmodul
  • Haftzugfestigkeit
  • Wärmedämmung
  • Schallabsorption
  • Chemische Beständigkeit
  • Brandverhalten

Fachlicher Kontakt

 

Downloads

  • Zementestrich nach DIN EN 13813 und DIN 18560 (pdf, 238.19 KB)
  • Betonpraxis - Der Weg zu dauerhaftem Beton (pdf, 12.7 MB)