Vorhaben östliche Erweiterung Kieswerk Plockhorst

Stand August 2020

 

Was ist geplant? 
Im Hinblick auf die zunehmenden konkurrierenden Flächennutzungen sowie der Standortgebundenheit von Rohstofflagerstätten hat Holcim am 7. Juli 2020 die Gewinnung von Kiessand auf einer Fläche von rund 54 ha - unmittelbar östlich des bisherigen Abbauareals - beantragt. Darüber hinaus wurde eine Änderung des Kiessandabbaus im bisherigen Kieswerk Plockhorst auf der derzeit bereits genehmigten Fläche von rd. 9,7 ha beantragt. Voraussetzung für den Rohstoffabbau ist die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemäß § 68 WHG.

Kieswerk Plockhorst neu


Somit kann die Versorgung mit heimischen, hochwertigen Kiessanden für einen Zeitraum von rund 20 Jahren gesichert werden. Dabei wird die bestehende Infrastruktur im Kieswerk Plockhorst für Gewinnung, Aufbereitung und Abtransport auch weiterhin verwendet.  

Was ist bislang passiert?
Durch den vorherigen Besitzer, die Firma Drewes, wurde das Planfeststellungsverfahren für die östliche Erweiterung im Jahr 2011 gestartet. Nach der Übernahme des Kieswerkes durch Holcim 2013 führte diese das Verfahren fort. In 2015 kam es zu einem Erörterungstermin mit dem Resultat, dass die Planungsunterlagen weiterhin zu überarbeiten sind.

Bedingt durch die Endlichkeit des Rohstoffes wurde Ende 2016 durch Holcim beschlossen, die Gewinnungsarbeiten einzustellen und die Planfeststellung der Erweiterungsfläche verstärkt zu bearbeiten. In mehreren Gesprächen, welche die neuen Bearbeiter 2017 mit dem Landkreis Peine führten, wurden die bisherigen Probleme der Antragsunterlagen offen angesprochen. Holcim entschied sich, die Antragsunterlagen, inklusive Flora- und Faunakartierung, komplett zu erneuern und dabei alle Kritikpunkte aus dem Erörterungstermin aufzunehmen und zu bearbeiten.

Neben der Erarbeitung der Antragsunterlagen wurden in den vergangenen Jahren auch Flurstücke innerhalb und außerhalb der Erweiterungsfläche erworben. Die außerhalb liegenden Flächen dienen ausschließlich der Umsetzung notwendiger Rekultivierungsarbeiten.

Die Vollständigkeitsprüfung der Antragsunterlagen für das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren durch den Landkreis Peine ist mittlerweile abgeschlossen. Der Antrag wurde am 7. Juli 2020 eingereicht. 

Mit dem Ziel, die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden aus erster Hand über das geplante Vorhaben zu informieren, fand am Nachmittag des 5. August 2020 im Kieswerk ein Tag der offen Tür statt, zu dem alle interessierten Anwohner teilweise persönlich, aber auch durch Veröffentlichungen in regionalen Zeitungen eingeladen wurden. Pünktlich zum geplanten Beginn um 16 Uhr erschienen die ersten Besucher und der Zustrom blieb bis ca. 18 Uhr recht stark. Die letzten Teilnehmer verließen gegen 20 Uhr das Gelände. “Mit insgesamt ca. 60 Besuchern war das Interesse an unserem Vorhaben recht groß. Die ausschließlich positive Resonanz auf unser Vorhaben freute uns sehr”, so Maik Hamann, Holcim LGU Nord (siehe Pressemitteilung vom 14. August 2020). 

 

Wie geht es in der kommenden Zeit weiter?
Im nächsten Schritt wird das Verfahren eröffnet. Weiterhin unterstützt Holcim die Gemeinde sowie den Landkreis bei Findung einer Lösung zur Aufhebung der Tonnagebegrenzung entlang der ehemaligen Gemeindestraße.

 

Fragen zum Projekt?

  • Martin Neurauter
    Werksleiter AGG Hannover Ost

    Holcim Kies und Splitt GmbH
    Hannoversche Straße 28
    31319 Sehnde Deutschland

    Mobil +49 151 1253 71 97
    martin.neurauter@lafargeholcim.com

     

    Maik Hamann
    Projektleiter Lagerstätten, Genehmigungen und Umwelt

    Holcim Kies und Splitt GmbH
    Willy-Brandt-Straße 69
    20457 Hamburg

    Telefon (0 40) 3 60 02-304
    maik.hamann@lafargeholcim.com  

     

  • Dr. Jens Marquardt
    Leiter Unternehmenskommunikation

    Holcim (Deutschland) GmbH
    Willy-Brandt-Straße 69
    20457 Hamburg

    Telefon (0 40) 3 60 02-312
    Telefax (0 40) 3 60 02-6312
    jens.marquardt@lafargeholcim.com