Vorhaben Kieswerk Jeinsen / Sarstedt-West

Stand Januar 2020

 

Was ist geplant?
Aufgrund der absehbaren Erschöpfung der aktuellen Abbaustätte Sarstedt ist die Erschließung eines Ersatzstandortes zur Gewährleistung der regionalen Rohstoffversorgung im Raum südlich der Stadt Hannover unumgänglich. Dies soll durch das geplante Genehmigungsverfahren und den anschließenden Neuaufschluss des Vorhabensgebietes Jeinsen/Sarstedt-West erreicht werden.

Dieses ca. 29 ha große Gebiet ist im aktuellen Regionalplan der Region Hannover aus dem Jahr 2016 als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung ausgewiesen. Voraussetzung für den Rohstoffabbau ist die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemäß § 68 WHG.

Erste Planungen sehen vor, dass die infrastrukturelle Anbindung des neuen Feldes (rot) für die Rohstoffgewinnung über das bereits existierende Kieswerk Sarstedt (grün) erfolgen wird.


Was ist bislang passiert?
Im August 2019 fand ein erstes Aufklärungsgespräch bei der Region Hannover statt. Hier wurde das Vorhaben grob umrissen. Erste Anmerkungen der anwesenden Träger öffentlicher Belange wurden aufgenommen. Im September 2019 gab es dann ein zweites Treffen: einen Vororttermin mit allen Beteiligten des Aufklärungsgespräches. Hier wurden weitere wesentliche Fragestellungen, z.B. zur infrastrukturellen Anbindung, diskutiert und von Holcim aufgenommen.


Wie geht es in der kommenden Zeit weiter?
Für den 23. Januar 2020 ist nun die Durchführung des sogenannten Scopingtermines geplant, wo der notwendige Untersuchungsumfang festgelegt wird. Im Rahmen der Betrachtungen steht der Schutz der natürlichen Güter wie Boden, Luft und Wasser an erster Stelle. Gleichzeitig stellt der Erhalt und die Schaffung von Lebensräumen bedrohter Arten einen wichtigen Aspekt dar. Die Rohstoffgewinnung stellt immer nur eine zeitlich begrenzte Raumnutzung dar. Deshalb gilt es nach Abbauende die betroffenen Flächen wieder so herzustellen, dass sie sowohl zum Erhalt als auch zur Steigerung der Artenvielfalt beitragen. Die Ergebnisse dieser Arbeiten haben somit einen maßgeblichen Einfluß auf die Rahmenbedingungen des Vorhabens, z.B. zu beachtende Böschungswinkel, Arbeitszeiten oder die nachfolgende Rekultivierung.

Fragen zum Projekt?