Das Zementwerk Bremen feiert 100-jähriges Jubiläum

17.12.2012
 
Direkt am Weserufer in Bremen-Oslebshausen wird bereits seit einem Jahrhundert Zement produziert. Das Bremer Werk ist von Anfang an einen besonderen Weg gegangen.
 

 

Ob in den 1920er Jahren ein Leuchtfeuer in der Außenweser und die damals weltgrößte Seeschleuse in den Niederlanden oder jüngere Bauprojekte wie der JadeWeserPort, der Ausbau der A1 oder die Kaiserschleuse in Bremerhaven – in all diesen Bauwerken steckt auch Zement von der Weser. Nach einer wechselvollen Geschichte gehört das Werk inzwischen zur Holcim (Deutschland) AG, einer Tochter des in der Schweiz ansässigen, weltweit führenden Baustoffproduzenten Holcim Ltd.

Das Bremer Werk ist von Anfang an einen besonderen Weg gegangen: Statt wie die meisten Zementwerke in der Nähe eines Kreide- oder Kalksteinvorkommens, wurde es 1912 als Bestandteil eines Hüttenwerks erbaut. Die bei der Roheisengewinnung in der Hütte anfallende Schlacke wird durch Granulation zu Hüttensand und dient als Basis für die Herstellung von Hüttenzement. Insbesondere zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Bauvorhaben in und um Bremen mit Zement der Marke „Weser“ verwirklicht.

Heute werden neben dem Zement auch die Zwischenprodukte Hüttensandmehl und -grieß hergestellt und teilweise über das werkseigene Versandterminal sogar exportiert. Werksleiter Dorko Roman ist stolz auf seine 31-köpfige Mannschaft, mit der er im Dezember 2012 das Jubiläum feierte: „Wir bieten attraktive, anspruchsvolle Arbeitsplätze und legen viel Wert auf die Belange unserer Belegschaft. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz spielen bei uns eine zentrale Rolle. Schulungen und regelmäßige Weiterbildungen stellen sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal gefördert werden.“

Das Werk hat vielen wirtschaftlichen Schwankungen erfolgreich gestrotzt und produziert weiterhin hochwertige hüttensandhaltige Zemente. Und diese verbinden: Viele Bauwerke in Norddeutschland wurden mit Zement aus Bremen erschaffen – Hafen- und Industrieanlagen, Autobahnen, Stauwerken, Brücken, Wohn- und Geschäftshäuser oder auch Schulen.

„Ein familiäres und motiviertes Team und der Einsatz modernster Technik sorgen dafür, dass diese spannende und erfolgreiche Geschichte hanseatischer Zementproduktion auch nach 100 Jahren noch lange nicht am Ende ist“, so Leo Mittelholzer, Vorstandsvorsitzender der Holcim (Deutschland) AG.

Weitere Informationen zum Zementwerk Bremen und seiner Geschichte finden Sie hier