Holcim überträgt norddeutsche Transportbetonwerke auf drei Mittelständler

12 Februar 2013
 

Der Baustoffproduzent Holcim (Deutschland) AG wird rückwirkend zum 1. Januar 2013 das norddeutsche Transportbetongeschäft auf drei Gemeinschaftsunternehmen mit mittelständischen Partnern übertragen und damit aus der bisherigen Konzernstruktur herauslösen.

Das Transportbetongeschäft wird auf folgende drei Gemeinschaftsunternehmen übertragen:

  • Fertigbeton von Saldern GmbH & Co. KG (Dietrich von Saldern)
  • TBN Transportbeton Nord GmbH & Co. KG (Oliver Lindfeld)
  • Happy Beton GmbH & Co. KG (Eberhard Manzke, Felix Manzke)


Die entsprechenden Freigaben der Wettbewerbsaufsicht liegen vor.

Das Transportbetongeschäft in Nordrhein-Westfalen soll hingegen aus strategischen Gründen vollständig verkauft werden. Hierzu wird es zu gegebener Zeit eine gesonderte Pressemeldung geben.

Die operative Führung der effizient und schlank strukturierten Joint Ventures erfolgt jeweils durch die unabhängigen mittelständischen Partner. Die Holcim (Deutschland) AG ist bereits seit vielen Jahren mit 50 Prozent an Fertigbeton von Saldern und Happy Beton beteiligt und blickt auf eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Auch mit dem dritten Unternehmen, der mittelständisch ausgerichteten TBN Transportbeton Nord, wird man künftig in dieser bewährten Weise zusammenarbeiten.

„Die Neuausrichtung im Transportbeton war aus unserer Perspektive dringend erforderlich, um der schwächeren Wirtschaftsentwicklung, dem Preisdruck in den Metropolregionen sowie den steigenden Kosten entgegenzutreten", sagt Leo Mittelholzer, Vorstandsvorsitzender des Baustoffproduzenten Holcim (Deutschland) AG. Die Betontechnik und das Produktmanagement Beton verbleiben bei Holcim und sichern so die Fachkompetenz und Nähe zur Produktentwicklung. Zudem wird Holcim seine Position als Lösungsanbieter bei großen Infrastrukturprojekten verstärken.

„Holcim engagiert sich mit einem veränderten Geschäftsmodell weiter im Bereich Transportbeton. Dieses Geschäftsfeld mit seinen für uns wichtigen Absatzwegen für Zement, Flugasche, Kies, Sand und Splitt geht uns also nicht verloren. Mit der Stärkung unserer Joint Ventures wird der Bereich Transportbeton künftig flexibler und wettbewerbsfähiger strukturiert sein“, so Leo Mittelholzer.

„Rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Holcim Deutschland Gruppe von dieser Neuordnung betroffen. Die Betroffenen in den operativen Einheiten werden Beschäftigung in den übernehmenden Unternehmen finden. Die Umstrukturierung wird aber leider auch zu einigen personellen Konsequenzen in den Zentralfunktionen führen. Ziel aller Beteiligten ist es, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Wir sind dabei, mit den Arbeitnehmervertretern Detailgespräche zu führen, um den Interessensausgleich und den Sozialplan zu erstellen. Wir gehen hier mit der notwendigen Gründlichkeit und Fairness zügig vor, um so schnell wie möglich die Unsicherheiten für alle Beteiligten zu beenden", erklärt Mittelholzer.



Die Aufteilung der bisherigen Aktivitäten auf die Joint Ventures stellt sich im Detail wie folgt dar:

Fertigbeton von Saldern GmbH & Co. KG, Sottrum
Fertigbeton von Saldern wird die bisherige Präsenz in Niedersachsen weiter ausbauen und insgesamt 15 Transportbetonwerke folgender Unternehmen übernehmen:

  • Alle Standorte der Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH in Niedersachsen (außer Peine, Fallersleben und Rüningen) – hier wird eine Umfirmierung in Fertigbeton von Saldern erfolgen
  • Alle Standorte der Vereinigte Transport-Betonwerke GmbH & Co. KG (kurz: Vetra) – hier wird eine Umfirmierung in Fertigbeton von Saldern erfolgen. Der Transportbeton wird aber weiterhin unter der bekannten Marke Vetra im Markt vertrieben

Bei den zwei nachfolgenden Unternehmen wird es nach der Übernahme zu keiner Umfirmierung kommen. Sie agieren weiter unter den bekannten Namen in Markt:

  • Heide-Transportbeton GmbH
  • Union-Transportbeton GmbH & Co. KG (Anteil 50 %)


TBN Transportbeton Nord GmbH & Co. KG, Hamburg
Die TBN Transportbeton Nord (kurz TBN), deren Marktgebiet sich auf Schleswig-Holstein, Hamburg sowie Lüneburg erstreckt, wird insgesamt 16 Transportbetonwerke der Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH übernehmen.


Happy-Beton GmbH & Co. KG, Geestgottberg
Happy-Beton wird die bisherige Marktpräsenz im östlichen Niedersachsen und in Mecklenburg-Vorpommern verstärken und insgesamt 11 Transportbetonwerke übernehmen und künftig unter dem Markennamen Happy Beton weiterführen:

  • Alle Standorte der Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH in Mecklenburg-Vorpommern sowie drei Werke in Niedersachsen (Peine, Fallersleben und Rüningen)


Kontakt:

Holcim (Deutschland) AG
Dr. Jens Marquardt
Leiter Unternehmenskommunikation
040-36002-312
jens.marquardt@holcim.com