Holcim und Otto Dörner legen Pläne für Deponie in Schalkholz auf Eis

14.12.2015
 

Aktuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung ausschlaggebend für gemeinsame Entscheidung der Projektpartner.

Hamburg, 14. Dezember 2015 – Die Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH und der Hamburger Deponiebetreiber Otto Dörner haben heute ihre gemeinsame Entscheidung bekannt gegeben, ihre im November 2014 öffentlich gemachten Pläne, in ausgekiesten Flächen der Kiesgrube Schalkholz im Landkreis Dithmarschen die Möglichkeiten zur Errichtung einer Mineralstoff-Deponie zu prüfen, bis auf weiteres nicht mehr weiter zu verfolgen.

Die Entscheidung fiel nach intensiver Beratung zwischen den Projektpartnern Holcim und Otto Dörner, die zuvor mit der zuständigen Landesbehörde sowie dem Landkreis Dithmarschen und weiteren Experten die Chancen für die Realisierung des Projektes erörtert sowie dessen ökologische, hydrologische und rechtliche Rahmenbedingungen eingehend geprüft hatten. Zudem wurde eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt, die eine Mineralstoffdeponie in Schalkholz zum jetzigen Zeitpunkt als insgesamt nicht profitabel erscheinen lässt.

„Dass Schalkholz im Augenblick nicht als - vor allem im Westen des Landes dringend benötigter - Deponiestandort in Frage kommt ist schade, aber nachvollziehbar. Denn: wir müssen bei solchen Projekten immer die Wirtschaftlichkeit beachten. Und diese ist hier aktuell nicht gegeben, sodass  wir nun zusammen mit unserem Partner Holcim entschieden haben, das Projekt auf Eis zu legen“, erklärt Dr. Tilmann Quensell, Geschäftsführer der Otto Dörner GmbH & Co. KG.

Welche Rolle die Vorkommnisse um die Lagerung von Fremdmaterialien in der Kiesgrube Schalkholz bei der gemeinsamen Entscheidung der Projektpartner gespielt haben, erläutert Sven Großterlinden, seit Februar 2015 Geschäftsführer der Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH:

„Natürlich waren die Fehler, die dort passiert sind, nicht hilfreich, um vor Ort das Vertrauen der Politik und der Anwohner für ein neues Projekt zu gewinnen. Wir haben uns aber klar zu diesen Fehlern bekannt, sie seit Anfang Januar intern sowie mit dem Landkreis zusammen aufgearbeitet und vor allem bis Mai vor Ort vollständig aufgeräumt. Damit stehen wir nach dem offiziellen OK des Landkreises seit Juli wieder vor einer Kiesgrube, die absolut ordnungsgemäß arbeitet. Das hat übrigens auch der Bürgermeister der Gemeinde Schalkholz, Manfred Lindemann, kürzlich gegenüber dem NDR ausdrücklich bestätigt. Die entsprechenden Flächen werden der Genehmigung entsprechend renaturiert. Dass sich jetzt die Kiesgrube in Schalkholz auf absehbare Zeit wirtschaftlich nicht als Standort für eine Mineralstoffdeponie rechnet, steht auf einem völlig anderen Blatt. Und es bedeutet im übrigen auch nicht, dass die beiden Partner Otto Dörner und Holcim die Idee einer Mineralstoffdeponie nun grundsätzlich ad acta legen.“

„Denn dass es in Schleswig-Holstein großen Bedarf an geeigneten Deponieflächen gibt bleibt unbestritten. Das hat auch Landesumweltminister Robert Habeck mehrfach deutlich gemacht“, ergänzt Otto Dörner Geschäftsführer Quensell.

 

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