Rohstoffsicherung für das Zementwerk Lägerdorf

22.03.2017
 

Werksleiter Pedro Miñarro (rechts) und Projektleiter Martin Peters

Seit über 150 Jahren wird in Lägerdorf bereits Kreide als Rohstoff für die Zementproduktion abgebaut. Im Jahr 2000 wurde westlich von Lägerdorf das Erweiterungsgebiet Grube Heidestraße aufgeschlossen und ist derzeit im Abbau. Die Kreide wird hier von der Holcim (Deutschland) GmbH mit Schaufelradbaggern abgebaut, zu Schlamm verarbeitet und über eine Pipeline ins Zementwerk gepumpt. Bei dem derzeitigen Verbrauch reichen die Vorräte für die Zementproduktion voraussichtlich bis 2035 - also noch knapp 20 Jahre. Im Gebiet Heidestraße werden nach dem Abbau die Wasserpumpen abgestellt, sodass sich ein circa 170 Hektar großer „Kreidesee“ über die ehemaligen Gruben Heidestraße und Schinkel ausbilden wird.

Ab etwa 2035 soll das Abbaugebiet in den Osten Lägerdorfs, nach Moorwiese/Moorstücken, verlagert werden, um auch weiterhin die Rohstoffversorgung des Zementwerkes für mindestens 60 Jahre sicherzustellen. Dieser Fläche ist bereits seit vielen Jahren landesplanerisch der Vorrang für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe zugewiesen. “Die Rohstoffsicherung ist stets mit einem langfristigen Vorbereitungs- und Genehmigungsverfahren verbunden. Deshalb sind schon jetzt verschiedene Vorbereitungen für die umfangreichen Arbeiten notwendig”, erklärt Werksleiter Pedro Miñarro.

“Im Rahmen der anstehenden Erkundungen wollen wir uns zunächst einen verbesserten Wissensstand über die Hydrologie wie Grundwassersysteme und Oberflächengewässer sowie die Geologie - also Rohstoffe wie Torf, Sande, Mergel, Kreide und Salz - im geplanten Abbaugebiet verschaffen. Dazu werden in den kommenden Wochen von einem Dienstleister im Bereich Moorwiese/Moorstücken verschiedenen Untersuchungen (u.a. Trockenbohrung, Rammkernsondierung, Spitzendrucksondierung) vorgenommen und die Proben analysiert. Auf Basis der so gewonnenen Informationen lässt sich dann - zusammen mit vielen anderen Informationen - bis zum Jahresende eine aktuelle, konkrete Vorhabensbeschreibung erstellen, mit der wir 2018 dann in den Genehmigungsprozess einsteigen werden. In der detaillierten Vorhabensbeschreibung wird unter anderem stehen, welche Abbautechnik zukünftig angestrebt und wie der weitere Abbauverlauf geplant wird”, erläutert Martin Peters, Bergbauingenieur und Holcim Projektleiter “Erweiterung Moorwiese//Moorstücken”. 

In den vergangenen Monaten wurde im Vorfeld der anstehenden Untersuchungen bereits mit verschiedenen Anspruchsgruppen und Personen gesprochen. Die Bürgermeister der an der zukünftigen Grube anliegenden Gemeinden sind ebenso informiert wie verschiedene Ämter und Verbände. Weitere Ämter, Verbände und Gruppen werden in den kommenden Wochen schrittweise kontaktiert. “Wir werden auch weiterhin offen und transparent über die nächsten Schritte informieren”, so Projektleiter Martin Peters.

 

Werk Lägerdorf im Überblick
Seit über 150 Jahren wird am Standort Lägerdorf Zement produziert. Aus der Region für die Region: Ohne qualitativ hochwertigen Zement kein Beton. Und ohne Beton keine Bauwerke wie Einfamilienhäuser, Schulen, Brücken, Abwassersysteme, Autobahnen oder Hafenanlagen. Zum Jahresende 2016 waren im Werk der Holcim (Deutschland) GmbH rund 300 Mitarbeitende beschäftigt. 34 Jugendliche durchlaufen hier gerade eine gewerbliche oder kaufmännische Ausbildung. Hinzu kommen noch zwei duale Studenten der Nordakademie. Die Leitung des Werkes liegt seit Juni 2015 in den Händen von Pedro Miñarro. Auf dem Werksgelände arbeiten noch weitere Mitarbeiter der Holcim Deutschland Gruppe aus den Bereichen Einkauf, Personal, Gesteinskörnungen und Betontechnologie.

 

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Kontakt:
Holcim (Deutschland) GmbH
Dr. Jens Marquardt
Leiter Unternehmenskommunikation
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