Bürogebäude Matthäi Schlüsselfertigbau GmbH

 

Einsatz in Norddeutschlands erstem 3D-gedruckten Gebäude

 

Selsingen, etwa auf halber Strecke zwischen Hamburg und Bremen gelegen, ist kein Ort mit spektakulären Sehenswürdigkeiten: Windmühle, evangelische Kirche, ein altes Heimathaus mit dem Namen „Greven Worth“, aus viel mehr scheint Selsingen auf den ersten Blick nicht zu bestehen.

Aber Selsingen ist auch Sitz des Bauunternehmens Matthäi, und hier fängt unsere Geschichte an: Im Ort entstand auf dem Gelände des Tochterunternehmens Matthäi Schlüsselfertigbau bis Ende 2025 und unter tatkräftiger Mitwirkung von Holcim Norddeutschlands erstes Gebäude aus dem 3D-Drucker – ein zweistöckiges Bürohaus, das auch aus anderen Gründen weit über Selsingen hinaus wirkt.

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Anwendungsgebiet: Gebäudebau

Nutzung: zweigeschossiges Bürogebäude

Architekt: Architekturbüro Schulenburg

Ausführende Ingenieure: Mense-Korte ingenieure+architekten, Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat

Bauunternehmer: Matthäi Schlüsselfertigbau GmbH

Produkte: TectorPrint 3D, der Trockenmörtel von Holcim für alle 3D-Druck-Anwendungen.

Besonderheiten: 3D-Druck-Technologie - PERI 3D Construction

Eckpunkte des Projekts

Der Druckstart für den neuen Firmensitz von Matthäi Schlüsselfertigbau fand am 21. Mai 2025 statt. Für das Erdgeschoss hat Matthäi insgesamt gerade einmal eine reine Druckzeit von 50 Stunden gebraucht, für das Obergeschoss kamen weitere 55 Stunden dazu. Die Grundfläche des Gebäudes umfasst 22,50 mal 13,50 Meter und damit eine Gesamtfläche von gut 300 Quadratmetern. Fundament, Bodenplatte, Decken und Dach werden in herkömmlicher Bauweise hergestellt. So geplant, geht der Bauherr davon aus, dass das Gebäude bis Ende 2025 fertiggestellt sein wird.

300
m2

Gesamtfläche

55
Std.

Druck des Erdgeschosses

50
Std.

Druck des Obergeschosses

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Um bezahlbares Wohnen zu ermöglichen, Klimaschutz voranzutreiben und die ökologische Wende unserer Volkswirtschaft zu schaffen, transformieren wir uns und unsere Branche“, sagt Fenja Josefin Thießen, Leiterin Vertrieb Binder Solutions bei Holcim Deutschland. „Dafür nutzen wir konsequent die Möglichkeiten nachhaltiger und digitaler Innovationen.

Fenja Josefin Thießen | Vertriebsleitung Binder Solutions bei Holcim Deutschland

Eine dieser Innovationen, die Holcim nach Selsingen geliefert hat, ist TectorPrint 3D, eine Produktfamilie von Trockenmörteln und komplementären Zusatzmitteln, die sich für verschiedene 3D-Druck-Anwendungen eignen. TectorPrint Trockenmörtel ist ein Compound, der auf die besonderen Anforderungen des 3D-Betondrucks angepasst wurde. Entscheidend ist dabei eine gute Verarbeitbarkeit im Druckprozess bei höchsten Anforderungen an die Standfestigkeit nach Austritt aus dem Druckkopf.

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Wir nutzen konsequent die Möglichkeiten nachhaltiger und digitaler Innovationen. Mit dem Hochleistungs-Trockenmörtel TectorPrint 3D bieten wir einen Schlüssel für nachhaltiges, weil superschnelles und ressourceneffizientes Bauen an. Wir führen dieses Produkt nun im deutschen Markt ein und freuen uns, mit visionären Architekt:innen und Bauschaffenden die Bauwende voran zu treiben.

Simon Liebl | Leiter Business Development bei Holcim Deutschland

Vorteil 3D-Druck

Der innovative 3D-Druck bietet herkömmlichen Bauverfahren gegenüber entscheidende Vorteile: Es beschleunigt den aufwendigen, manuellen Wandbau und ist zudem genauer als das Mauern oder Betongießen von Hand. Anders als vorproduzierte Betonfertigteile, die ähnliche Präzision in kurzer Zeit bieten, lässt sich mit 3D-Druck auch vor Ort bisher unbekannte Präzision und Qualität erreichen. 
 

3D-Drucker können direkt auf der Baustelle oder zumindest in der Nähe eingesetzt werden. Das senkt die Transportkosten für die Betonanlieferung und verringert damit den Logistikaufwand und die Abhängigkeit von Lieferketten. Schließlich verkürzt 3D-Druck die Bauzeit und damit auch die Kosten für Geräte und Maschinen sowie die Zwischenfinanzierung von Bauwerken. 

3D-Druck als Lösung für steigende Baukosten und Fachkräftemangel

Effizienter bauen

3D-Druck ist eine entscheidende Antwort auf die Kostenexplosion beim Bauen: Das weitgehend automatisierte Errichten von Wänden braucht beispielsweise keine Verschalungen mehr, hilft also beim anhaltenden Fachkräftemangel dabei, Personalaufwand und Arbeitskosten zu senken. Durch die hohe Präzision arbeitet 3D-Druck mit einer höheren Materialökonomie, die für die Reduktion des Abfalls sorgt. 

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Allerdings ist dieser vielfältige Nutzen in der Praxis nicht ohne weiteres zu erreichen: Für einen 3D-Druck, der seine Versprechen auch einlösen kann, brauchen Bauherren einen Trockenmörtel, der eine gute Verarbeitbarkeit im Druckprozess bei höchsten Anforderungen an die Standfestigkeit nach Austritt aus dem Druckkopf ermöglicht. Ein Mörtel, der diese Eigenschaften erfüllt, ist TectorPrint 3D von Holcim. Mit dieser Produktfamilie verfügt Holcim über einen Trockenmörtel für 3D-Druck-Anwendungen, der die Bauwende der deutschen Wirtschaft vorantreiben kann. 

Die gesamte Matthäi-Gruppe ist stolz darauf, das erste 3D-Druck-Gebäude in Norddeutschland realisieren zu dürfen. Gemeinsam mit unseren Partnern gehen wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft des Bauens. Hier zeigt sich einmal mehr, wie sehr Matthäi unternehmerisches Wachstum mit dem Gedanken an Innovation und Fortschritt verbindet.

Bernd Mergard | Geschäftsführer von Matthäi Schlüsselfertigbau

Für das Projekt von Holcim geliefertes Produkt

Ansprechpartnerin

Fenja Josefin Thießen
Leiterin Vertrieb Binder Solutions

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