Kies aus der Region und für die Region.
Verantwortung für Zeithain.

Am Standort Röderau-Bobersen bauen wir seit vielen Jahren Kies und Sand ab. Die Gewinnung vor Ort ermöglicht kurze Transportwege und verringert die Abhängigkeit von weiter entfernten Lieferanten. So können wir Kies und Sand aus der Region direkt für den Bau von Straßen, Häusern und anderen Vorhaben in der Region und darüber hinaus bereitstellen.

Holcim ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner der Gemeinde: als Arbeitgeber, Steuerzahler, Auftraggeber für örtliche Betriebe und Unterstützer des Gemeindelebens. Jährlich liefern wir vom Standort eine Million Tonnen Kies und Sand, davon über 100.000 Tonnen an Unternehmen aus der Gemeinde. Rund 20 Menschen arbeiten bei uns im Kieswerk Zeithain, acht von ihnen leben direkt im Ort. Holcim zahlt jährlich rund 300.000 Euro Gewerbesteuer an die Gemeinde, vergibt Aufträge an örtliche Betriebe und engagiert sich auf vielfältige Weise in der Nachbarschaft.

Die Fortführung des Kiesabbaus in der Region ist deshalb nicht nur eine Frage der Rohstoffversorgung. Sie steht auch für langfristige Planungssicherheit und Verlässlichkeit am Wirtschaftsstandort Zeithain. 

Fortführung des Abbaus 

Die Vorräte an Kies und Sand in der bisherigen Abbaufläche in Röderau-Bobersen reichen voraussichtlich noch bis Mitte des dritten Quartals 2026. Damit die Gewinnung danach ohne Unterbrechung fortgesetzt und der Standort erhalten werden kann, ist eine Inanspruchnahme der planfestgestellten Abbauflächen südlich des Mühlberger Weges geplant.

Die Abbaufläche im Abbaufeld III umfasst südlich ab dem Mühlberger Weg insgesamt rund 21 Hektar. Für eine Teilfläche liegt bereits eine Zulassung zum vorzeitigen Beginn vor. Das heißt: Holcim darf dort mit bestimmten Arbeiten starten, bevor über die gesamte Änderung des Rahmenbetriebsplans entschieden ist.

Die Zulassung umfasst rund 6,4 Hektar. Auf rund 2,9 Hektar davon soll zunächst Kies gewonnen werden. Auf den übrigen Flächen werden vorbereitende Maßnahmen umgesetzt, insbesondere für den Artenschutz.

Über die weitere Fortführung des Kiesabbaus im Abbaufeld III entscheidet das Sächsische Oberbergamt im laufenden Planänderungsverfahren.  

Verantwortung für Natur und Waldbad

Wir wissen, dass das Vorhaben Fragen aufwerfen kann, zum Schutz der Natur am ehemaligen Waldbad Röderau, zum Lebensraum von Tieren und zu Themen wie Lärm, Staub und Verkehr. Diese Anliegen nehmen wir ernst. Wir bekennen uns klar zum Standort: Zeithain soll auch künftig einen Ort zum Erholen, Begegnen und ggf. Baden haben.

Der Eingriff in die Natur ist zeitlich begrenzt und unterliegt verbindlichen Auflagen. Unsere Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen greifen dabei in allen Projektphasen – vor, während und nach dem Abbau. Holcim schafft Ersatzflächen für geschützte Arten, zum Beispiel für Reptilien und Amphibien, sowie Ersatzquartiere für Fledermäuse. Wenn Tiere umgesiedelt werden müssen, geschieht das fachlich begleitet. Rodungen erfolgen nur im genehmigten Umfang, außerhalb der Brutzeit und unter ökologischer Begleitung.

Als Ausgleich für die Inanspruchnahme von Wald- und Naturflächen entstehen 20,8 Hektar neuer Wald. Weitere 3 Hektar bereits bestehender Sukzessionswald werden nach Waldrecht gesichert und als Ausgleichsfläche anerkannt. Nach dem Ende des Abbaus wird die Fläche renaturiert. Geplant sind ein Gewässer mit Erholungswert inklusive zum Baden geeigneter Nordböschung und randlich neuen Wald-/Gehölzflächen. 

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Vision für Zeithain: So könnte die renaturierte Fläche künftig aussehen. Das Symbolbild wurde mit KI generiert und dient als Visualisierung eines möglichen Wiedernutzbarmachungskonzepts. Die spätere Umsetzung steht unter dem Vorbehalt ausstehender behördlicher Entscheidungen.

Q&A

Warum kann Holcim nicht einfach woanders Kies und Sand abbauen?

Kies und Sand lassen sich nicht beliebig an jedem Ort gewinnen. Sie müssen dort abgebaut werden, wo geeignete Lagerstätten vorhanden sind und wo ein Abbau rechtlich möglich ist.

Für die Region ist das wichtig: Kies und Sand werden jeden Tag gebraucht, für Häuser, Straßen und dringend benötigte Infrastruktur. Werden diese Rohstoffe nicht vor Ort gewonnen, müssen sie über längere Strecken transportiert oder aus anderen Regionen bezogen werden. Das bedeutet mehr Verkehr, längere Transportwege, höhere Kosten, größere Umweltbelastungen und zusätzliche Abhängigkeiten.

Der Kiessandtagebau Röderau-Bobersen ist seit vielen Jahren bergrechtlich geplant und genehmigt. Aktuell geht es um die Fortführung im Abbaufeld III. Da die bisherige Fläche bald ausgeschöpft ist, wird die neue Fläche benötigt, damit auch Betriebe in der Region weiterhin zuverlässig mit Kies und Sand versorgt werden können.

Was haben die Menschen vor Ort von der Fortführung des Abbaus?

Die Fortführung des Abbaus sichert nicht nur die Versorgung der Region mit Kies und Sand. Sie hat auch einen konkreten Nutzen für Zeithain und die Umgebung.

Holcim zahlt jedes Jahr durchschnittlich rund 300.000 Euro Gewerbesteuer an die Gemeinde Zeithain. Am Standort arbeiten rund 20 Mitarbeitende, davon wohnen acht in der Gemeinde. 

Zudem vergibt das Kieswerk jährlich regionale Aufträge im Umfang von rund 500.000 Euro in einem Umkreis von 15 Kilometern um Zeithain – davon gehen allein 100.000 Euro direkt an lokale Firmen im Gemeindegebiet. 

Hinzu kommt lokales Engagement: Holcim unterstützt Vereine, Schulen, die Feuerwehr und lokale Projekte – zum Beispiel mit Sand, Material, Technik, Spenden oder der Bereitstellung von Anlagen für Übungen. Auch beim Elbe-Hochwasser hat Holcim mit Sand für Schutzmaßnahmen geholfen.

Kurz gesagt: Ein wichtiger Teil der Wertschöpfung bleibt vor Ort; bei der Gemeinde, bei regionalen Unternehmen, bei Arbeitsplätzen und bei Projekten in der Nachbarschaft.

Welche Auswirkungen hat der Abbau für Wald und Natur?

Der Abbau verändert die Landschaft. Aber für uns gilt: Rohstoffgewinnung ist Raumnutzung auf Zeit.  Die Fläche bleibt nicht dauerhaft Abbaufläche, sondern wird nach dem Abbau renaturiert und neu gestaltet.

Die Wiederherstellung ist ein verbindlicher Teil des Verfahrens und der Abbaugenehmigung. Holcim muss die festgelegten Vorgaben einhalten; die Umsetzung ist finanziell abgesichert und wird behördlich kontrolliert. Vorgesehen sind unter anderem rund 21 Hektar neuer standortgerechter Wald im Tagebaugebiet. 

Ziel ist, dass nach der Nutzung wieder ein wertvoller Natur- und Landschaftsraum entsteht, der langfristig Qualität für Natur und Menschen schafft. Das braucht Zeit, ist aber fest eingeplant und rechtlich verbindlich geregelt.

Was passiert mit den Tieren und geschützten Arten?

Der Artenschutz ist fester Bestandteil des laufenden Genehmigungsverfahrens. Die Tiere und geschützten Arten im Gebiet wurden fachlich untersucht. Dabei wurde geprüft, welche Arten potentiell betroffen sein können und welche Schutzmaßnahmen notwendig sind.

Dazu gehören zum Beispiel Ersatzquartiere für Fledermäuse, vorbereitete Lebensräume für Reptilien und Amphibien sowie Schutzmaßnahmen für Vögel. Wenn Tiere vor einem Eingriff umgesiedelt werden müssen, geschieht das fachlich begleitet. Rodungen finden nur im genehmigten Umfang, außerhalb der Brutzeit und unter enger ökologischer Begleitung statt. In den Fachgutachten wurde auch der Biber als streng geschützte Art berücksichtigt.

Infolge neuester Hinweise zu einem Biberbau in der zukünftigen Abbaufläche wird nunmehr auch die fachgerechte und seitens der zuständigen Behörde überwachte Errichtung eines Biberersatzquartiers geplant. Der Artenschutz gilt selbstverständlich auch während des weiteren Verfahrens und vor konkreten Arbeiten vor Ort.

Hat der Kiesabbau Auswirkungen auf das Wasser und Grundwasser?

Die Auswirkungen auf Wasser und Grundwasser sind ein zentraler Teil der Prüfung. Holcim hat deshalb untersuchen lassen, welche Auswirkungen der Abbau auf Grundwasserstände, Fließrichtungen, Wasserqualität und den Wasserhaushalt haben kann.

Zusätzlich wurde ein eigener wasserwirtschaftlicher Fachbeitrag erstellt. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die gesetzlichen Anforderungen für die untersuchten Grund- und Oberflächengewässer eingehalten werden. Auch die Umweltverträglichkeitsprüfung kommt zu dem Ergebnis, dass keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf das Wasser zu erwarten sind.

Für das Vorhaben gibt es außerdem ein Grundwassermonitoring: Messstellen beobachten die Entwicklung und helfen dabei, unerwartete Auswirkungen auf Wasser und Grundwasser frühzeitig zu erkennen.

Was passiert bei einem Hochwasser wie 2002 oder 2013?

Diese Frage wurde im Genehmigungsverfahren ausdrücklich auf Relevanz geprüft. Dabei wurde bewertet, welche Auswirkungen der geplante Abbau unter anderem auf Wasser, Sicherheit und die Umgebung haben kann.

Die Abbauflächen liegen vollständig außerhalb der festgesetzten Überschwemmungsgebiete. Auch der bestehende Hochwasserschutz und der Hochwasserrückhalt werden durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt. Das ist Ergebnis der wasserrechtlichen Prüfung in den Antragsunterlagen. 

Was geschieht mit dem Waldbad?

Das sogenannte Waldbad ist selbst durch frühere Kiesgewinnung entstanden. Die Fläche liegt in einem Gebiet, das seit Jahrzehnten als Rohstofflagerstätte gesichert ist und 1999 nach einem Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung für den Kiesabbau zugelassen wurde.

Das heutige Waldbad ist keine offiziell betriebene Badestelle, wurde aber von einigen inoffiziell genutzt. Uns ist bewusst, dass dieser Ort für viele Menschen vor Ort eine emotionale Bedeutung hat.
Für Holcim geht es darum, den Kiesabbau geordnet fortzuführen und zugleich die spätere Nutzung der Fläche vorzubereiten.

Aktuell betrifft die geplante Inanspruchnahme zum Abbau rund 2,9 Hektar südlich ab dem Mühlberger Weg. Langfristig entsteht im gesamten Abbaufeld III nach Abschluss der Gewinnung ein deutlich größerer Landschaftsraum am Wasser: ein rund 32 Hektar großer See mit Erholungswert.

Geplant ist ein flach abfallendes Nordufer als möglicher späterer Strand- und Badebereich, eingebettet in neue Wald- und Gehölzflächen.

Wie können die Menschen das Gebiet später nutzen?

Nach dem Abbau soll das Gebiet Schritt für Schritt zu einem neuen Naherholungsraum am Wasser werden – mit einrichtbarer Bademöglichkeit, Wegen durch die Landschaft, neuen Naturflächen und Orten zum Verweilen.
In den Planungsunterlagen sind Wander-, Reit- und Radwege vorgesehen. So soll ein Erholungsraum entstehen, der Spazierengehen, Radfahren, Reiten, Naturerleben und ggf. Baden miteinander verbindet.

Die Fläche wird dafür wiederhergestellt und gestaltet. Am Ende dieses Wandels soll für die Region dauerhaft mehr öffentlich zugängliche Erholungs- und Naturfläche am Wasser entstehen, als es sie heute gibt.

Müssen Anwohner:innen mit mehr Lärm, Staub und Lkw-Verkehr rechnen

Wir tun alles dafür, die Auswirkungen des Abbaus für die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten, aber ganz ohne Geräusche und Staub lässt sich Kiesabbau nicht betreiben. Holcim hat deshalb untersuchen lassen, welche Auswirkungen der Betrieb auf die umliegenden Wohnbereiche haben kann. Für den Betrieb gelten klare, behördliche Vorgaben, um Belastungen möglichst gering zu halten.

Die Gewinnung erfolgt im Nassschnitt mit einem Schwimmbagger. Das Material wird also feucht gewonnen. Das hilft, die Staubentwicklung zu begrenzen. Der reguläre Transport des Kiessandes erfolgt nicht mit Lkw durch den Ort, sondern über eine Bandanlage zum Kieswerk Zeithain. Der öffentliche Verkehr wird deshalb durch den regulären Gewinnungsbetrieb nicht wesentlich verändert. Fahrten, etwa für vorbereitende Arbeiten, Personal oder Wartung, lassen sich jedoch nicht vollständig vermeiden. 

Holcim muss die geltenden Lärm- und Immissionsvorgaben einhalten. Diese Vorgaben sind Teil der Genehmigungen und werden behördlich überwacht.

Das Umweltgutachten wurde von Holcim beauftragt. Ist das überhaupt neutral?

Holcim muss als Antragsteller die notwendigen Fachgutachten für das Verfahren vorlegen. Dazu gehört auch die Prüfung möglicher Auswirkungen auf Umwelt, Natur und Menschen.

Holcim entscheidet aber nicht selbst über die Umweltverträglichkeit des Vorhabens. Geprüft wird das durch das Sächsische Oberbergamt. Dabei werden weitere Fachbehörden und die Öffentlichkeit einbezogen.
Die Entscheidung liegt am Ende bei der zuständigen Behörde.

Wird der Kiesabbau jetzt beliebig ausgeweitet?

Nein, der Kiessandtagebau Röderau-Bobersen ist seit Langem bergrechtlich geplant, genehmigt und in mehrere Abbaufelder gegliedert. Diese werden nicht gleichzeitig, sondern Schritt für Schritt genutzt.

Aktuell geht es um die Fortführung der Kiesgewinnung im Abbaufeld III. Grundlage dafür ist die Änderung des Rahmenbetriebsplans 2023. Die Planung wurde öffentlich ausgelegt; Bürgerinnen und Bürger, Behörden und Verbände konnten dazu Stellung nehmen.

Das schrittweise Vorgehen ist kein zusätzliches Ausweiten, sondern Teil der bestehenden und genehmigten Tagebauplanung: Während in einem Bereich Kies und Sand gewonnen werden, sind andere Bereiche bereits abgeschlossen oder werden für die spätere Wiedernutzung vorbereitet.

Wie können wir sicher sein, dass sich Holcim an seine Zusagen hält?

Die Wiederherstellung der Flächen ist keine freiwillige Absichtserklärung. Sie ist Teil des bergrechtlichen Verfahrens und damit verbindlich geregelt.
Das gilt auch für Maßnahmen zum Schutz von Natur und Arten, für Ausgleichsflächen, neue Waldflächen und die spätere Wiedernutzbarmachung. Holcim kann diese Punkte nicht nach Belieben ändern oder weglassen.

Bei bestimmten Arbeiten gilt außerdem: Erst wenn die vorgesehenen Schutzmaßnahmen umgesetzt sind, darf Holcim den jeweiligen Bereich in Anspruch nehmen. Das betrifft zum Beispiel Ersatzlebensräume für geschützte Arten.
Holcim ist dafür verantwortlich, die festgelegten Vorgaben einzuhalten. Die Umsetzung wird behördlich kontrolliert.

Zusätzlich will Holcim vor Ort transparent informieren: über die nächsten Schritte, den Stand der Arbeiten und Fragen, die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Wer Hinweise, Anregungen oder Sorgen hat, kann sich an Holcim wenden. Jede Eingabe wird geprüft und innerhalb von 14 Tagen beantwortet.

Informationsabend: Ihre Fragen, unsere Antworten

Am 27. August 2026 um 18 Uhr laden wir zu einem Informationsabend im Gemeindehaus Zeithain ein. Dort informieren wir transparent und ausführlich über das gesamte Vorhaben, den aktuellen Stand und die nächsten Schritte.

Zur besseren organisatorischen Planung freuen wir uns über eine kurze Anmeldung (mit Namen und Personenanzahl) per E-Mail an kommunikation-deu@holcim.com. Grundsätzlich ist auch ohne Anmeldung jede/r herzlich willkommen!

Darüber hinaus halten wir Sie auf dieser Website regelmäßig auf dem Laufenden. Unser Fragen-und-Antworten-Bereich wird fortlaufend aktualisiert.

Sie haben eine Frage, eine Anregung oder eine Beschwerde? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an kommunikation-deu@holcim.com oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Kontakt


Adresse:
Holcim Kieswerk Zeithain GmbH & Co. KG
Am See 2
01619 Zeithain

Telefon: (0 35 25) 76 20 00
E-Mail: kommunikation-deu@holcim.com 

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