Holcim Terrapact überzeugt auf engem Raum in Hamburg-Altona

28 August 2018
 

In der Großen Brunnenstraße in Hamburg-Altona entsteht ein Wohnhaus mit 13 Eigentumswohnungen und Tiefgarage. Die Besonderheit: Das Gebäude wird im Innenhof eines bereits bestehenden sechs-geschossigen Hauses errichtet. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2019 geplant. Das Holcim Joint-Venture Transportbeton Nord GmbH & Co. KG (TBN) liefert den Beton für den Rohbau. Das Kellergeschoss entstand unter Einsatz eines wasserundurchlässigen Betons (WU-Beton).

Die Abdichtung mit WU-Beton ist unter dem Begriff “weiße Wanne” bekannt - da sie keine weitere “schwarze Abdichtung” (z.B. mit Bitumen oder Polyäthylen) erfordert. Die Außenwände werden gewöhnlich mit Sand angefüllt. Dafür hätte man in der Großen Brunnenstraße ca. 300 Tonnen (zwölf LKW-Ladungen) Sand benötigt. Das Problem: Der Baustellenzugang war aufgrund der Enge mit LKW, Bagger bzw. Radlader nicht erreichbar. Der Transport mit Schubkarre und anschließende Einbau mit Rüttlern wäre daher sehr aufwendig gewesen - und aufgrund der Enge mit großen Risiken für die Arbeitssicherheit verbunden. Doch TBN konnte mit Unterstützung des Produktmanagements Zement von Holcim eine bessere Lösung anbieten: den Verfüllbaustoff Holcim Terrapact.

Holcim Terrapact zeigt, dass Flüssigboden eine gute Alternative zu klassischen Verfüllbaustoffen darstellt. Holcim Terrapact ist selbstverdichtend, d.h. es sind im Gegensatz zum Sandeinbau keine großen und nicht zuletzt lauten Gerätschaften notwendig, um den Boden zu verdichten. Der Spezialbaustoff wurde in einer Betonmischanlage aus Holcim Multicompound (Spezialbindemittel), Sand, Zement und Wasser hergestellt und im Mai 2018 mit Betonfahrmischern zur Baustelle transportiert. Der Einbau erfolgte mittels einer Betonpumpe über Schläuche mit einer Länge von ca. 200 Metern. Nach nur etwa vier Stunden war die gesamte Menge geliefert und eingebaut (ca. 150 Kubikmeter bzw. 300 Tonnen). Bereits am nächsten Tag war der Boden so fest, dass man ein Gerüst sicher aufstellen konnte. Wenn das Produkt seine Endfestigkeit erreicht, lässt es sich bei Bedarf (z.B. für neue Leitungen) problemlos mit einem Minibagger lösen.