Reallabor WESTKÜSTE100: Teilprojekt OXYFUEL100 erfolgreich abgeschlossen

24 Juni 2021

Im Zementwerk Lägerdorf wurden zwei umfassende Studien zur Investitionsvorbereitung für die Umstellung auf ein Oxyfuel-Verfahren erfolgreich durchgeführt

 
 
 
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Der Kohlendioxid (CO2)-Fußabdruck der Bauindustrie ist derzeit noch erheblich. Bei der klimafreundlichen Transformation nimmt Holcim eine Führungsrolle ein. Das Ziel lautet „Netto-Null-Unternehmen“, also Klimaneutralität, die bis 2050 Realität werden soll – mit verpflichtenden, klar definierten wissenschaftlich fundierten Zielen. Bestes Beispiel hierfür ist die bereits Anfang 2019 in Schleswig-Holstein gebildete branchenübergreifende Partnerschaft WESTKÜSTE100. Das Ziel lautet, aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff zu produzieren und die dabei entstehende Abwärme zu nutzen. Im Anschluss soll der Wasserstoff für die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe eingesetzt und in Gasnetze eingespeist werden - ein Teil wird auch direkt im Raffinerieprozess eingesetzt.

Nach erfolgter Förderzusage durch das Bundeswirtschaftsministerium startete das Projekt im August 2020. Die Fördersumme liegt bei insgesamt rund 36,5 Millionen Euro. Seitdem laufen im Reallabor WESTKÜSTE100 verschiedene größere und kleine Teilprojekte. Mitte April 2021 wurde das Teilprojekt OXYFUEL100 erfolgreich abgeschlossen. Im Zementwerk Lägerdorf wurden unter der Leitung von Holcim zwei umfassende Studien zur Investitionsvorbereitung für die Umstellung auf ein Oxyfuel-Verfahren durchgeführt (Technikpartner thyssenkrupp Industrial Solutions und Linde). Hierbei wurde neben dem Oxyfuelprozess auch die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der nachgelagerten CO2-Auskopplung, -Aufbereitung und -Weiterleitung untersucht. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie aus dem Reallabor sind außerordentlich positiv. Sie liefern Holcim notwendige Informationen für anstehende Investitionen.